Die Inbetriebnahme der Busse fällt mit der Einweihung der Inbetriebnahme der ersten Wasserstoff-Betriebstankstelle zusammen. Realisiert wurde die Anschaffung der Busse wie auch die Errichtung der Tankstelle im Rahmen des Projekts „De Car B – Decarbonising Carinthian Bus Transport“, einer Initiative des Landes Kärnten. Das Projekt wird vom Land Kärnten und einem Partnerkonsortium aus dem Verkehrsverbund Kärnten, Gutmann, Kelag und Postbus umgesetzt. Ziel ist, lokal emissionsfreie Antriebstechnologien in den Regelbetrieb zu bringen, auch dort, wo lange Distanzen, topografische Herausforderungen und enge Umläufe den öffentlichen Nahverkehr prägen.

„Was wir hier gemeinsam in einer starken Allianz in Kärnten realisiert haben, ist weit mehr als ein einzelnes Flottenprojekt“, so ÖBB Postbus Vorstand Alfred Loidl. „Mit der Inbetriebnahme von 35 neuen Wasserstoffbussen zeigen wir, dass emissionsfreie Mobilität auch im Regionalverkehr bereit für den Alltag ist. Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein und wegweisend für künftige Vorhaben im öffentlichen Nahverkehr.“ Unterwegs sind die Busse künftig auf Regional- und Überlandlinien unter anderem im Unteren Drautal, rund um den Faaker See und Ossiacher See, im Gegendtal, Rosental sowie im Raum Wernberg.

 

Bei der Fahrzeugübergabe in Villach / Foto: MCV

 

Über den MCV C127 FC LE

Der C127 FC LE soll die Vorteile des Low-Entry-Konzepts mit dem wasserstoffelektrischen Antrieb im Überlandverkehr verbinden. Dank einer Batterie mit 117 kWh, einer Brennstoffzelle mit 100 kW Leistung und rund 40 kg Wasserstoff pro Tankfüllung erreicht das Fahrzeug bis zu 400 Kilometer. Bestuhlt ist der Bus in der Postbus-Ausführung mit 41 Sitzplätzen, hinzu kommen 27 Stehplätze. Wie bei anderen Niederflur-Varianten besteht auch beim C127 FC LE die Möglichkeit zur Nutzung von 275/70 R22,5 oder 295/80 R22,5 Reifen. Das Fahrzeug gilt herstellerseitig als prädestiniert für den Einsatz in Regionen bzw. auf Strecken, wo elektrische Ladeinfrastruktur schwierig umzusetzen ist oder sehr hohe Reichweiten in Kombination mit langen Einsatzzeiten und kurzen Standzeiten realisiert werden müssen.