Der automatisierte MAN Lion’s City 12 E „lenkt unter anderem selbst, gibt Gas, bremst und blinkt“, sagt Michael Roth, Leiter Bus-Strategie und Produktstrategie Bus beim Bushersteller MAN über den automatisierten Elektrobus, der ab dem 17. November in München in den Testbetrieb mit Fahrgästen geht. Registrierte Testnutzer können dann an Bord des autonom fahrenden E-Busses auf einem Teilabschnitt der Linie 178 mitfahren.
Der Bus fährt autonom, das Sicherheitsfahrpersonal bleibt dennoch jederzeit an Bord, um die Systeme zu überwachen, erklärte Michael Roth. Die Fahrten finden im Rahmen des Projekts MINGA statt. Ziel des Forschungsvorhabens - MINGA steht für „Münchens automatisierter Nahverkehr mit Ridepooling, Solobus und Bus-Platoons“ – ist es, automatisierte und vernetzte Mobilitätslösungen in das bestehende Verkehrssystem zu integrieren und zentrale Fragestellungen zu Technik, Regulierung, Wirtschaftlichkeit, Barrierefreiheit und Betrieb zu beantworten.

Der Pilotbetrieb mit ausgewählten Testnutzern beginnt Mitte November / Foto: Thomas Burgert
Der MAN Lion's City 12 E ist mit fünf LiDAR-Sensoren, sechs Radaren, acht Kameras und einer satellitengestützten Positionsbestimmung ausgestattet. Im Forschungsprojekt MINGA setzt der Bushersteller mit ADASTEC als Technologiepartner auf einen spezialisierten Anbieter für automatisierte Fahrsysteme. Die Stadtwerke München und die MVG verantworten die betriebliche Einbindung des Testbetriebs in das Münchner Busnetz.
Mit dem Einsatz von autonomen Bussen wollen die Projektpartner den öffentlichen Personennahverkehr der Zukunft „effizienter, flexibler und nachhaltiger gestalten“ – dies gerade auch vor dem Hintergrund eines zunehmendes Fahrermangels. Gefördert wird das Projekt dabei bis Mitte 2027 mit rund 13 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Rahmen der Förderrichtlinie „Autonomes und vernetztes Fahren in öffentlichen Verkehren“.
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der nächsten Ausgabe des Bus Blickpunkt.
Autor: Thomas Burgert