Dazu haben der Deutsche Reiseverband (DRV) und seine rumänischen Partner im Rahmen eines Delegationsbesuchs in Bukarest ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Dieses soll den gegenseitigen Austausch fördern und dazu beitragen, in Deutschland Maßnahmen zur touristischen Vermarktung Rumäniens auf den Weg zu bringen. Bei dem Treffen seien die Bedeutung des deutschen Quellmarktes, die Perspektiven für gemeinsame B2B-Kooperationen und die Rahmenbedingungen für eine stärkere touristische Zusammenarbeit diskutiert worden, heißt es von Seiten des DRV.
Ein zentrales Element des MoU sei die gemeinsame Entwicklung eines Destination Forums. Im Rahmen dieses Formats sollen rund 60 Reisebüromitarbeiter fundierte Kenntnisse über Rumänien gewinnen und neue Impulse für die Beratung und den Verkauf erhalten. „Rumänien bietet eine große touristische Vielfalt und hat auf dem deutschen Markt noch erhebliches Potenzial“, so DRV-Präsident Albin Loidl. Entscheidend sei, dieses Potenzial gemeinsam mit verlässlichen Partnern vor Ort zu erschließen und die Angebote für deutsche Urlauber besser zugänglich zu machen.
„Unser Ziel ist es, das Interesse der deutschen Tourismusbranche in konkrete Kooperationen, Investitionen und innovative Tourismusangebote zu überführen“, sagt Daniel-Cătălin Zamfir, in Rumänien Minister für Wirtschaft, Digitalisierung, Unternehmertum und Tourismus. Rumänien biete ein vielfältiges touristisches Potenzial, von Kur- und Wellnesstourismus über das Donaudelta bis hin zu seinem reichen Kultur- und Naturerbe.
Wichtiger ausländischer Quellmarkt
Die Ausgangslage sei vielversprechend, sind sich Loidl und Zamfir einig: Deutschland sei 2025 mit rund 246.500 registrierten Gästeankünften der wichtigste ausländische Herkunftsmarkt für Rumänien gewesen. Insgesamt habe das Land im vergangenen Jahr rund 13,9 Millionen Gästeankünfte in registrierten Beherbergungsbetrieben verzeichnet. Der Anteil ausländischer Gäste habe dabei jedoch erst bei 18,6 Prozent gelegen – das spreche für die Möglichkeiten, Rumänien international und insbesondere auf dem deutschen Markt noch stärker zu positionieren.
Attraktive Ansatzpunkte für die deutsche Reisewirtschaft böten vor allem Kultur- und Rundreisen, die historische Städte, Naturerlebnisse und regionale Kulinarik miteinander verbinden. Auch Aktiv- und Naturtourismus sowie hochwertige, authentische Unterkünfte könnten Chancen für neue Reiseangebote eröffnen. Die Regionen Bukarest, Siebenbürgen und die Karpaten wiesen dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte auf.