Die Investitionen sind Teil des Effizienzprogramms „MAN 2030+“, das nach Unternehmensangaben finanzielle Spielräume für Wachstums- und Innovationsprojekte schaffen soll. Der Standort in Portugal gilt als erster sichtbarer Baustein einer europaweiten Service-Offensive, die weitere Neu- und Umbauten in mehreren europäischen Märkten vorsieht.
MAN betreibt derzeit europaweit rund 1.200 eigene und partnergeführte Servicebetriebe mit insgesamt etwa 7.000 Beschäftigten in MAN-eigenen Niederlassungen. Ziel der Investitionsoffensive ist es, dass künftig rund 80 Prozent der Kunden einen MAN-Servicebetrieb innerhalb von 30 Minuten erreichen können. Etwa ein Drittel der Investitionssumme fließt laut Unternehmen in Elektromobilität und Digitalisierung. Dazu zählen Hochvolt-Schulungen für Servicepersonal, Batteriereparaturzentren sowie öffentlich zugängliche Ladepunkte an MAN-Standorten.
Der neue Standort entsteht auf einem rund 28.000 Quadratmeter großen Grundstück und umfasst etwa 4.000 Quadratmeter Nutzfläche. Geplant sind 16 Service-Buchten für Lkw und Busse, ein Bereich für die Aufbereitung von Gebrauchtfahrzeugen, ein Teilelager sowie Schulungsräume für technische und kaufmännische Trainings. Digitale Diagnose- und Annahmesysteme sollen die Serviceprozesse beschleunigen.
Zudem integriert MAN am Standort Ladeinfrastruktur für schwere und leichte Nutzfahrzeuge. Ein Teil der Ladepunkte soll öffentlich zugänglich sein. Durch die Lage in einem wichtigen portugiesischen Logistikraum mit multimodaler Verkehrsanbindung sieht MAN den Standort als strategischen Knotenpunkt für nationale und internationale Transportkunden. Mit dem Neubau erweitert MAN Truck & Bus Portugal sein Netz auf dem portugiesischen Festland von bislang acht auf neun Vertriebs- und Servicestandorte. Die Fertigstellung ist für Dezember 2027 vorgesehen.