Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) bezeichnete das Streikrecht zwar als “hohes Gut”, mahnte aber dennoch an, dass die Tarifparteien in der Auseinandersetzung “Augenmaß wahren”, da der Frust insbesondere bei den Pendlern “ohnehin schon groß” sei. Madsen appellierte, den Konflikt möglichst rasch zu beenden.

Erst in der vergangenen Woche hatte es einen zweitägigen Warnstreik gegeben, nachdem es in der zweiten Verhandlungsrunde zu keiner Einigung gekommen war. Für den Tarifbereich fordert die Gewerkschaft nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Gewerkschaftsmitglieder verlangt Verdi eine Vorteilsregelung in Höhe von 650 Euro jährlich. Der kommunale Arbeitgeberverband hat eine Erhöhung um 4,4 Prozent für 24 Monate angeboten. Die Tarifverhandlungen sollen am heutigen Dienstag in Kiel fortgesetzt werden.