Das Vorhaben soll beim Treffen der ostdeutschen Verkehrsminister am 13. und 14. August in Gera thematisiert werden. Neue Verkehrskonzepte sollen vor allem für ländliche Regionen etabliert werden, um vor allem die Erreichbarkeit und Nahverkehrsversorgung zu verbessern und die Betriebskosten zu stabilisieren. Sogenannte Level-4-Fahrzeuge, also solche ganz ohne Fahrer, sollen in Zukunft im Linienverkehr im Taktfahrplan auch Zubringerfahrten in dünn besiedelte Regionen sowie Fahrten auf Anforderung übernehmen. Dabei will der Freistaat auch als Modell für andere Bundesländer fungieren.

„Wir sind immer daran interessiert, wenn Bundesländer bei solchen Projekten mitmachen“, so Christian Hirte, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Über wissenschaftliche Tests sei das autonome Fahren hinaus – nun gehe es um die Praxis. Der Freistaat stehe bei dem Projekt auch nicht mehr am Anfang, heißt es aus dem Ministerium. So habe sich Verkehrsminister Steffen Schütz (CDU) im Juli über einen autonom fahrenden Kleinbus, einen sogenannten Robobus, informiert. Diesen hatte das Thüringer Innovationszentrum Mobilität an der Technischen Universität Ilmenau vorgestellt. Auf Landesebene gebe es bereits ein leistungsfähiges Forschungsnetzwerk, zu dem unter anderem auch die Bauhaus-Universität Weimar und das AVF-Kompetenzzentrum Thüringen als zentrale Forschungs- und Koordinierungsstelle für das automatisierte und vernetzte Fahren gehören.