Wie sehr der im Jahr 2023 mit rund zehn Unternehmen gestartete Aktionstag “Tag des Busses” gewachsen sei, habe sich am 19. September 2026 anlässlich der diesjährigen Auflage der Veranstaltung gezeigt, so der bdo. Inzwischen sei der “Tag des Busses” fester Bestandteil der Europäischen Mobilitätswoche. Bundesweit öffneten Busunternehmen ihre Betriebshöfe und gäben Einblick in die vielfältige Welt des Busses. An vielen Standorten habe es sogar “Ran ans Lenkrad” geheißen – dabei konnten Interessierte selbst auf dem Fahrersitz Platz nehmen und einen Bus lenken. 

Der Tag des Busses soll auch die Gelegenheit nutzen, die Berufsmöglichkeiten innerhalb der Branche kennenzulernen. Beschäftigte berichteten deshalb aus ihrem Arbeitsalltag und zeigten, was die Arbeit im Fahrdienst, in den Werkstätten und in der Verwaltung auszeichne. Regionale Fahrschulen und Agenturen für Arbeit ergänzten das Angebot und informierten über Einstiegsmöglichkeiten und Qualifizierungswege.

Laut bdo habe der Aktionstag einmal mehr bewiesen, dass Mobilität nicht von allein entstehe, sondern auf dem Engagement von Unternehmen und Beschäftigten beruhe, die Tag für Tag dafür sorgten, dass Menschen zuverlässig ihre Ziele erreichen. Gerade kleine und mittelständische Busunternehmen seien fest in ihren Regionen verwurzelt und würden die Bedürfnisse vor Ort kennen, sicherten Arbeitsplätze und ermöglichten Mobilität auch auf dem Land. 

Wie bedeutend der Bus für die Mobilität in Deutschland sei, offenbarten auch Fahrgastzahlen, so der bdo. 2025 hätten mehr als 5 Milliarden Menschen den Bus im Nahverkehr genutzt. Damit sei der Bus das meistgenutzte Verkehrsmittel im öffentlichen Personennahverkehr gewesen. Zugleich sei der Bus besonders klimafreundlich: Ein Linienbus im Nahverkehr verbrauche im Schnitt 90 Gramm Treibhausgase pro Personenkilometer, ein Pkw dagegen 164 Gramm. Im Fernverkehr seien es beim Bus sogar nur 30 Gramm. 

„Der Tag des Busses zeigt eindrucksvoll, was die mittelständische Busbranche jeden Tag für unser Land leistet“, so Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo. „Unsere Unternehmen verbinden Menschen und Regionen, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und stehen für eine klimafreundliche Mobilität, die für alle bezahlbar bleibt.” Leonard versäumte nicht, darauf hinzuweisen, dass die aktuell hohen Kraftstoffpreise viele Betriebe zunehmend unter Druck brächten. Wer die Mobilitätswende erfolgreich gestalten wolle, müsse deshalb auf den Bus und die Stärke des Mittelstands setzen und jetzt für spürbare Entlastungen sorgen, betonte die bdo-Hauptgeschäftsführerin.

Die wachsende Beteiligung am “Tag des Busses” auch in diesem Jahr habe gezeigt, dass sich der Aktionstag zu einem wichtigen Schaufenster der Branche entwickelt habe. Er bringe Unternehmen, Beschäftigte, Politik und Öffentlichkeit zusammen und mache sichtbar, wer die Mobilität vor Ort täglich sichere.