Im Rahmen der Befragungen gaben 52 Prozent der insgesamt 1.000 Studienteilnehmer an, dass sie von einer Reise mit einem „ausgeglichenen Nervensystem“ zurückkehren möchten. 33 Prozent beschrieben als ideales Reiseziel einen Ort, der sie dazu inspiriere, bewusst digital abzuschalten, weil die reale Umgebung interessanter sei als die digitale Welt. 80 Prozent der Befragten sei bereit, mehr für eine bestimmte Aussicht oder Etage im Hotel bezahlen, und 68 Prozent der Geschäftsreisenden würden für ein Eisbad oder eine mobile Sauna im Zimmer mehr Euros hinlegen. 51 Prozent der Befragten nannte sogar eine verbesserte Luftqualität – etwa durch erhöhten Sauerstoffgehalt im Zimmer – als etwas, für das sie zusätzlich bezahlen würden.
Zu Komfort zählt für 85 Prozent der Studienteilnehmer auch die Möglichkeit, eine Reise einfach und bequem online buchen zu können. 92 Prozent lassen sich auf Bewertungsportalen von Sauberkeitspunkten in ihrem Buchungsverhalten beeinflussen. 66 Prozent halten Ausschau nach personalisierten Reisen, wenn sie ihren Urlaub planen. Die Ergebnisse von „Travel Dreams 2026“ legen damit nahe, so die Macher der Studie, dass „moderne Retailing-Ansätze wie etwa die gezielte Vermarktung buchbarer Zimmerattribute erhebliche zusätzliche Umsätze generieren können“.
Interessant in Sachen Künstliche Intelligenz ist, dass Unternehmen weltweit zwar viel in die Implementierung entsprechender Systeme investieren, deutsche Urlauber aber nach wie vor großen Wert auf menschliche Begegnung legen. Nur 52 Prozent verlassen sich bei Reiseentscheidungen ausschließlich auf KI-generierte Suchzusammenfassungen – obwohl der weltweite Durchschnitt hier bei 69 Prozent liegt. Nur 38 Prozent der deutschen Reisenden nutzen KI gerne bei der Reiseplanung, 34 Prozent bei der Suche nach Reisezielen und Reiseideen. Lediglich 30 Prozent greifen während der Reise selbst auf KI zurück, und wenn, dann nur für Navigation, Übersetzungen oder Empfehlungen in der Nähe. Für deutsche Reisende entfalte KI ihre größte Wirkung, wenn sie im Hintergrund arbeite, so die Macher der Travel Dreams Studie.
Das Thema Nachhaltigkeit habe sich hingegen von einem „Nice-to-have“ zu einer grundlegenden Erwartung gewandelt: So gaben 65 Prozent der Befragten an, dass Nachhaltigkeitskriterien ihre Hotelwahl beeinflussten, zehn Prozent weniger als im weltweiten Durchschnitt. Im Schnitt seien Deutsche bereit, 8,4 Prozent mehr für eine Übernachtung in einem Hotel mit strengeren Umweltstandards zu bezahlen. Global liege dieser Wert bei 11,7 Prozent.