Im Januar und Februar 2026 hatten 138 Revo-Hotelgesellschaften beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Als einer der größten Multibrand-Hotelbetreiber Europas unterhielt Revo unter anderem Stadthotels und Apartments im niedrigen bis gehobenen Preissegment, darunter Marken wie die H-Hotels, Amedia, Holiday Inn, Ibis, Intercity, Mövenpick, Ramada und Steigenberger. Während des Insolvenzverfahrens wurden die Häuser in Eigenverwaltung weitergeführt. Sie bleiben geöffnet und können uneingeschränkt gebucht werden. Nur in Einzelfällen wurden Pachtverträge gekündigt.
„Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen, das uns die Mitarbeiter, Lieferanten und Vermieter entgegengebracht haben“, so Rechtsanwalt Gordon Geiser von GT Restructuring, der zusammen mit seinem Kollegen Benedikt de Bruyn für die Dauer der Eigenverwaltungsverfahren zum Geschäftsführer der entsprechenden Gesellschaften berufen wurde. 45 Hotels wurden bereits verkauft, für weitere zehn laufen Gespräche. Auch der weit überwiegende Teil der rund 5.450 Arbeitsplätze in den Hotels kann erhalten werden.
Im Rahmen der Investorensuche hatten mehr als 100 Gruppen und Unternehmen ein Übernahmeinteresse bekundet, rund 20 hatten verbindliche Angebote abgegeben. Im Interesse der Gläubiger sollen nun mit fünf internationalen Hotelgruppen und Investoren bis Mitte Juni Investmentvereinbarungen unterzeichnet werden, die jeweils Einzelportfolien mit Hotels in Deutschland, den Niederlanden und Österreich übernehmen. Die Namen der Investoren sollen zeitnah bekanntgegeben werden.
Zum angebotenen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die nicht in Insolvenz befindlichen Hotels in der Schweiz, Tschechien, Italien und Frankreich werden weiterhin normal betrieben. Gespräche mit Investoren für diese Hotels befinden sich in der finalen Phase.