Nach Angaben der beiden Partner ist die Population afrikanischer Löwen innerhalb der vergangenen 25 Jahre um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Als der Animationsfilm „Der König der Löwen“ 1994 in die Kinos kam, lebten demnach schätzungsweise noch rund 100.000 Löwen in freier Wildbahn. Zur Hamburger Premiere des Musicals im Jahr 2001 lag die Zahl bei höchstens 39.000 Tieren. Heute wird der Bestand auf etwa 23.000 wildlebende afrikanische Löwen geschätzt.

Als Ursachen nennen Stage Entertainment und NABU International unter anderem den Verlust von Lebensräumen, einen Rückgang der Beutetiere und zunehmende Konflikte zwischen Menschen und Löwen. Rund 94 Prozent des ursprünglichen Lebensraums der Tiere seien inzwischen verloren gegangen.

 

Schutzprojekt im Ngorongoro-Gebiet

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt in Tansania. Nach Angaben von NABU International lebt dort etwa ein Drittel der verbliebenen afrikanischen Löwen. Im Ngorongoro-Schutzgebiet unterstützt die Organisation deshalb ein Projekt, das Konflikte zwischen der lokalen Bevölkerung und den Großkatzen reduzieren soll.

Dabei werden Maasai zu sogenannten Ilchokuti, Löwenschützern, ausgebildet. Sie informieren innerhalb ihrer Gemeinden über den Umgang mit den Tieren und sollen mögliche Konflikte frühzeitig erkennen. Ziel ist es zudem, traditionelle Löwenjagden durch Schutzmaßnahmen zu ersetzen und zugleich die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort zu berücksichtigen.

„'Der König der Löwen' erzählt von der Schönheit Afrikas, von der Verbundenheit mit der Natur und davon, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen“, erklärt Dr. Barbara Maas, Leiterin internationaler Artenschutz bei NABU International. Die Kooperation solle dazu beitragen, die Gefährdung der wildlebenden Löwen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.