Die Konferenz fand vom 15. bis 17. September 2026 statt. In einer Diskussionsrunde zur vernetzten touristischen Mobilität brachte Busworld nach eigenen Angaben die Sicht der europäischen Reisebusbranche ein. Im Mittelpunkt standen unter anderem städtische Zufahrtsregelungen, die Rolle des Reisebusses im Tourismus und Anforderungen an die künftige Mobilitätsinfrastruktur.

Jan Deman von Busworld verwies laut dem Bericht darauf, dass Reisebusverkehr für Städte grundsätzlich vergleichsweise gut planbar sei. Für Unternehmen stelle jedoch insbesondere die Vielzahl unterschiedlicher Zufahrtsregelungen und Antragsverfahren eine administrative Belastung dar. Busworld spricht sich deshalb für eine stärkere Harmonisierung der Vorschriften und eine Digitalisierung der Genehmigungsverfahren aus.

Deman hob zudem den Tür-zu-Tür-Charakter des Reisebusses hervor, der nach seiner Einschätzung weiterhin ein wichtiges Argument für diese Reiseform sei. Zugleich brauche es nach Einschätzung von Busworld einen engeren Austausch zwischen Kommunen, Busunternehmen und Technologieanbietern.

In der Diskussion wurde zudem auf die wirtschaftliche Bedeutung des Reisebustourismus für Städte hingewiesen. Wie Busworld berichtet, wurden dabei für Deutschland rund 14 Milliarden Euro und für Großbritannien rund zehn Milliarden Euro wirtschaftlicher Wertschöpfung genannt. Eine genauere Quelle oder Berechnungsgrundlage für diese Zahlen führt der Bericht allerdings nicht an.

EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus Apostolos Tzitzikostas verwies laut Busworld darauf, dass Mobilität und Tourismus inzwischen in einem Ressort der Europäischen Kommission gebündelt seien. Die Harmonisierung von Zufahrtsregelungen sowie die Digitalisierung entsprechender Anträge stünden bereits auf der europäischen Agenda.

Darüber hinaus sollen Städte touristische Verkehrsströme stärker in ihre nachhaltigen städtischen Mobilitätspläne, die sogenannten Sustainable Urban Mobility Plans (SUMPs), einbeziehen. Mit Blick auf die weitere Entwicklung sieht Busworld zudem Handlungsbedarf bei der Infrastruktur. Dazu zählen öffentliche Lademöglichkeiten für elektrische Reisebusse, etwa an Busparkplätzen, sowie die Vorbereitung auf autonome Mobilitätsangebote.