Mit dem S 8 führte der damalige Ulmer Hersteller Kässbohrer ein technisches Konzept ein, das den Omnibusbau nachhaltig veränderte. Der sogenannte Integralbus vereinte Fahrgestell und Aufbau in einer selbst tragenden Konstruktion. Ergänzt durch ein stromlinienförmiges Design, große Gepäckräume sowie einen Heckmotor mit Direktantrieb setzte das Fahrzeug neue Maßstäbe in Europa.
Auf diesen Impuls folgte eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Mit der Baureihe 10 etablierte Setra verschiedene Varianten, bevor 1967 die Baureihe 100 den Busbau industrialisierte. Das Baukastenprinzip ermöglichte effizientere Produktion, während Komfort und Platzangebot deutlich zunahmen.
Weitere Meilensteine folgten: Die Baureihe 200 brachte zum 25. Jubiläum serienmäßig Scheibenbremsen an der Vorderachse, die Baureihe 300 setzte Anfang der 1990er-Jahre mit neuem Design und dem neu entwickelten Integralspiegelsystem Akzente. Ab 2001 eröffnete die Top Class 400 mit mehr als 20 Typen „eine neue Dimension im Reisebussegment“.
Seit 2022 steht die Baureihe 500 im Zentrum des Angebots. Sie verbinde Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit und umfasst unter anderem den Doppelstockbus S 531 DT. Mit der 2022 vorgestellten Generation sowie der Multi Class 500 LE erweitert Setra sein Portfolio um flexible Low-Entry-Überlandbusse.
Neben der Technik setzt die Marke auf individuelle Lösungen für Busunternehmen weltweit – vom Fernreiseverkehr bis zum Linienbetrieb. Auch barrierefreie Konzepte gehören fest zum Entwicklungsprogramm.
Die Entwicklung der Marke geht auch in Zukunft weiter: Das Unternehmen hat bereits angekündigt, in Kürze seinen ersten batterieelektrischen Reisebus als Technologieträger „eCoach“ auf Testfahrt zu schicken. Dieser basiert auf dem konventionell angetriebenen Setra Modell S 516 HD.