Der Bus startet beim European Forum Alpbach in den Pilotbetrieb. In der Anfangsphase sei weiterhin eine Sicherheitsperson im Fahrzeug vorgeschrieben. Im Anschluss sei jedoch vorgesehen, einen Betrieb ohne Sicherheitsfahrer im Regelbetrieb am Campus Wolfurt zu erproben.

„Automatisierte Mobilität ist ein wichtiger Baustein für ein moderneres, sichereres und effizienteres Mobilitätssystem und zugleich eine große Chance für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich”, so der österreichische Mobilitätsminister Peter Hanke, der nach eigenen Angaben im ÖPNV ein besonders großes Potenzial für den Einsatz autonomer Fahrzeuge sieht. Österreich solle diese Entwicklung nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten, Wertschöpfung im Land halten und österreichisches Know-how international sichtbar machen.

Während sich die Technologie weltweit rasant weiterentwickele, gelte es jetzt, Erfahrungen aufzubauen, Know-how zu sichern und konkrete Anwendungen zu erproben. Im Fokus stehe dabei die Frage, wie autonome Mobilität konkret eingesetzt werden könne, denn die Einsatzmöglichkeiten reichten von klar definierten Strecken im regionalen Mobilitätsangebot bis hin zu Lösungen für die erste und letzte Meile. Mit dem jetzigen Projekt schaffe die ÖBB die Grundlage, um autonome Mobilitätslösungen perspektivisch in weiteren Regionen sowie zusätzlichen Anwendungsfeldern einzusetzen.

Das Testfahrzeug ist ein vollelektrischer Autonomous e-Centro C von Otokar, der innerhalb eines klar definierten Einsatzbereichs Fahraufgaben selbstständig übernehmen kann. Der Bus bietet Platz für bis zu 32 Fahrgäste und einen barrierefreien Niederflureinstieg mit Rollstuhlrampe. Otokar hat den autonomen e-Centro bereits in Madrid in den regulären Betrieb überführt und erste Erfahrungen gesammelt. Die Erkenntnisse sollen in das österreichische Projekt einfließen.