Den operativen Betrieb übernimmt Blaguss Slovakia, die slowakische Gesellschaft des Wiener Busunternehmens. Insgesamt umfasst die Linie 66 Kursfahrten pro Tag. Von den täglich 6.086 Kurskilometern entfallen 5.568 auf die acht Elektrobusse. Die übrigen 518 Kilometer übernimmt ein Dieselbus. FlixBus bezeichnet die Verbindung als seine erste grenzüberschreitende Linie, die überwiegend mit E-Bussen betrieben wird.

Zum Einsatz kommen Elektro-Reisebusse des Typs Yutong T12E. Blaguss hatte im September 2025 zwölf Fahrzeuge dieses Typs bestellt. Sie verfügen über eine Batteriekapazität von 466 kWh und erreichen nach eigenen Berechnungen des Unternehmens eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Die beiden Hauptstädte liegen rund 80 Kilometer auseinander. Die überwiegend flache Streckenführung durch das Marchfeld eignet sich laut Mitteilung besonders für den elektrischen Betrieb.

Zentraler Schnellladepunkt ist eine neu errichtete Ladestation in Wien. In Bratislava steht eine weitere Station für Nachtladungen und als Reserve zur Verfügung. Die Standorte wurden mit Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern konzipiert. Nach Unternehmensangaben werden die Fahrzeuge vollständig mit erneuerbarer Energie versorgt.

Mit der Umstellung von Diesel- auf Elektroantrieb werden laut Mitteilung auf der Strecke rund 66 Kilogramm CO₂ je 100 Kilometer eingespart. FlixBus-Geschäftsführer Daniel Packenius sieht in dem Projekt einen Beleg dafür, dass Elektromobilität im Fernverkehr unter geeigneten Bedingungen bereits zuverlässig funktioniert. Für Blaguss ist der Einsatz der acht Fahrzeuge ein weiterer Schritt bei der Elektrifizierung der Flotte. Geschäftsführer Paul Blaguss betont, das Familienunternehmen wolle die Transformation dort mitgestalten, wo sich die Technologie sinnvoll und zuverlässig einsetzen lasse.

Österreichs Mobilitätsminister Peter Hanke hebt die Bedeutung des Busses hervor, um Elektromobilität einem breiten Nutzerkreis zugänglich zu machen. Die internationale Verbindung zeige, dass sie auch über Stadt- und Landesgrenzen hinweg funktioniere. Wiens Vizebürgermeisterin Barbara Novak verweist auf die enge wirtschaftliche Verflechtung der beiden Hauptstädte und die Investitionen der beteiligten Unternehmen.

Das Projekt wird aus Mitteln des österreichischen Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, der Europäischen Union und der FFG teilgefördert.