Darüber informierte der Nabu-Schifffahrtsexperte Sönke Diesener, der anlässlich der Präsentation der Ergebnisse in Hamburg bedauerte, dass die Reedereien “weit von einer umweltfreundlichen Art des Reisens entfernt” seien. Im Zentrum des Nabu-Umweltrankings standen Faktoren wie der Verzicht auf Schweröl als Treibstoff, die Nutzung von Landstrom und Stickoxidkatalysatoren sowie Klima- und Effizienzmaßnahmen. Befragt wurden insgesamt 15 Reedereien, die Beantwortung der Fragen war freiwillig.
Das Schlusslicht im Ranking bildet in diesem Jahr der britische Anbieter Marella, kurz davor rangieren Norwegian Cruise Line und Royal Caribbean. Den dritten Platz teilen sich die französische Reederei Ponant und die deutschen Anbieter TUI Cruises mit Mein Schiff sowie Aida Cruises. Havila und Hurtigruten führen das Umweltranking mit den meisten Punkten an. Die Befragung ignoriert haben Phoenix Reisen, Viking Ocean Cruises und Nicko Cruises.
Kreuzfahrten erfreuen sich einer noch nie dagewesenen Beliebtheit. Weltweit stiegen die Passagierzahlen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 7,5 Prozent auf 37,2 Millionen. Nach Angaben des Branchenverbands Clia stelle dies einen Höchstwert dar. Aus Deutschland stammen den Zahlen der Cruise Lines International Association (Clia) zufolge rund 2,8 Millionen Passagiere – hier gewannen die Kreuzfahrer stolze zehn Prozent zu ihrer Fangemeinde hinzu. Nach den USA gilt Deutschland als der zweitwichtigste Kreuzfahrtmarkt weltweit.