Das Fachkräftedefizit wird auf etwa eine Million beziffert, so Tzitzikostas anlässlich eines Treffens mit den Abgeordneten des Ausschusses für Tourismus und des Ausschusses für Verkehr in einer gemeinsamen Sitzung am vergangenen Donnerstag. Gewonnen werden sollen neue Fachkräfte seinen Plänen zufolge durch Umschulung. Bei der Aus- und Weiterbildung sollten auch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommen.
Die Intervention sei notwendig, da Europa weltweit das Reiseziel Nummer eins sei. Im vergangenen Jahr wurden die EU-Länder von 582 Millionen internationalen Gästen besucht, wobei drei Milliarden Übernachtungen gezählt wurden. Die Tourismusbranche habe etwa 807 Milliarden Euro Umsatz erzeugt. Der Tourismus in Deutschland sei vor allem durch Binnenreisen geprägt, mit 81 Prozent sei das der höchste Anteil in der gesamten EU. Dennoch müssten Veränderungen angestoßen werden, vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und auf externe Ereignisse wie jüngst den Krieg im Iran zu reagieren.
Tzitzikostas kündigte an, im Herbst eine EU-Tourismusstrategie präsentieren zu wollen, die vor allem die Wettbewerbsfähigkeit in den Mittelpunkt stelle. Zudem werde die Strategie aufzeigen, wie der Tourismus in Europa mit dem Klimawandel umgehen wolle. Es brauche eine bessere krisenresiliente Infrastruktur und Lösungen, um Phänomenen wie dem Übertourismus zu begegnen. Auf Dauer seien die Besucherziele Europas nur zu erhalten, wenn Wege gefunden würden, diese zu schützen