Im Rahmen des Projekts werden neben den neuen Buswartehäuschen auch digitale Groß- und Litfaßsäulen, große und kleine Werbescreens und hintergrundbeleuchtete Werbeflächen in der Stadt aufgebaut. Den Zuschlag für die Rechte an den Werbeflächen haben die zum J. C. Decaux-Konzern gehörende Wall GmbH und die zur Ströer-Gruppe gehörende DSM Deutsche Städte Medien GmbH erhalten. Die Verträge, die noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bürgerschaft stehen, laufen den Angaben zufolge über 15 Jahre. Die Stadt erwartet Einnahmen in Höhe von 30 Millionen Euro jährlich. Das Vergabeverfahren war in fünf Lose unterteilt. Nach Angaben von Verkehrssenator Anjes Tjarks beteiligten sich fünf Unternehmen.

Anders als die bereits bestehenden 2.250 Hamburger Bushaltestellenhäuschen sollen die neuen barrierefrei sein und mit altersgerechten Sitzmöbeln inklusive Rücken- und Armlehne ausgestattet werden. Mindestens 100 neue Unterstände sollen ein Gründach erhalten, das zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen und Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen soll. An allen Anlagen sollen Vogelschutzmarkierungen angebracht werden. 

Die Digitalisierung der neuen Werbeflächen gehe mit einer Reduzierung der Anzahl der Werbeflächen insgesamt einher, heißt es aus dem Rathaus. “Wir werden für 200, die digitalisiert werden, 100 Anlagen abbauen”, so der Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne). Nachts werden die Anlagen abgeschaltet, um der Lichtverschmutzung entgegenzuwirken und Insekten zu schützen. Eigenwerbekontingente habe sich Hamburg ebenfalls gesichert. Diese sollen unter anderem für geförderte Kulturveranstaltungen oder die Personalgewinnung eingesetzt werden.