Nach Angaben des LBO fehlt bislang eine zentrale Übersicht darüber, welche Lade- und Wasserstofftankstellen sich für Reisebusse sowie überregional eingesetzte Linienbusse eignen und unter welchen Bedingungen sie genutzt werden können. Mit dem Ladeatlas sollen diese Informationen gebündelt und digital verfügbar gemacht werden.
Die Plattform stellt öffentlich zugängliche sowie – soweit möglich – auch privat nutzbare Standorte auf einer interaktiven Bayernkarte dar. Erfasst werden unter anderem die verfügbare Lade- oder Betankungstechnik, die Energieart, Ladeleistung beziehungsweise Betankungsdruck sowie Informationen zu Zufahrt, Reservierung und Abrechnung. Darüber hinaus zeigt der Ladeatlas an, welche Standorte für Reise-, Linien-, Gelenk- oder Doppelstockbusse geeignet sind.
Routenplanung mit passenden Ladepunkten
Neben der Standortübersicht enthält die Plattform eine Funktion zur Routenplanung. Busunternehmen können Start- und Zielpunkt sowie Zwischenhalte eingeben und sich geeignete Lade- oder Wasserstofftankstellen entlang der Strecke anzeigen lassen. Berücksichtigt werden dabei ausschließlich Standorte, die für den gewählten Fahrzeugtyp und die jeweilige Antriebsart geeignet sind.
Für Busreiseunternehmen und Betreiber überregionaler Linienverkehre kann dies die Einsatzplanung alternativer Antriebe erleichtern, da neben technischen Daten auch Informationen zur Befahrbarkeit sowie zu organisatorischen Abläufen an den Standorten verfügbar sind.
Weitere Standorte gesucht
Der LBO möchte den Ladeatlas schrittweise erweitern und bittet Unternehmen, Kommunen, touristische Einrichtungen, Stadtwerke sowie Betreiber von Lade- und Wasserstoffinfrastruktur um die Meldung geeigneter Standorte. Über ein Online-Formular können neben den technischen Angaben auch Fotos der Lade- oder Betankungseinrichtungen sowie der Zufahrts- und Rangierflächen eingereicht werden. Nach einer Prüfung werden die Daten in den Ladeatlas aufgenommen.
Besonders berücksichtigt werden sollen Standorte an touristischen Einrichtungen und Ausflugszielen, in Städten und Gemeinden, entlang wichtiger Verkehrsachsen sowie an Rastanlagen, Autohöfen und Betriebshöfen, sofern eine Mitnutzung grundsätzlich möglich ist.
Nach Angaben des Verbands soll die Plattform zunächst in Bayern ausgebaut und bei entsprechender Entwicklung schrittweise auf weitere Bundesländer sowie perspektivisch auch auf andere europäische Länder ausgeweitet werden.