Das Kloster Bonlanden liegt nur wenige Auto-Minuten von der A 7 entfernt, genau zwischen Ulm und Memmingen. Als Highlight gilt seine große Barock-Krippe, die im Frühjahr 2026 offiziell Station auf der Oberschwäbischen Barockstraße wurde. Das Angebot richtet sich sowohl an Gruppen auf der Durchreise als auch an Tagesgäste und Besucher, die einen längeren Aufenthalt mit Übernachtung planen.

Die besagte Barock-Krippe ist in den ehemaligen Stallungen des Klosters untergebracht: Über 350 Figuren erzählen hier in 16 Stationen das Leben Jesu als „Wimmelbild der Heilsgeschichte“. Am Rande des Geländes, wo das Kloster in die oberschwäbische Wiesenlandschaft übergeht, befindet der Garten „Mutter Erde“ mit Stauden, Obstbäumen, dem „Labyrinth des Lebens“ und dem Wasserspiel „Schwester Wasser“. Beide Namen stammen aus dem Sonnengesang des heiligen Franziskus. Die Leckereien im Klostercafé sind von den Nonnen selbstgemacht.  

Gegründet wurde das Frauenkloster Bonlanden 1854 vom Diözesanpriester Faustin Mennel im Geist des heiligen Franz von Assisi. Das Haus sollte Bildung, Fürsorge und gemeinschaftliches Ordensleben vereinen. Der Auftrag präge die Schwestern bis heute, heißt es, deshalb empfangen sie Gäste mit großer Herzlichkeit. Den Besuchern solle ein Ort geboten werden, an dem sie zur Ruhe kommen und spirituell auftanken können. Das Kloster sei dabei jedoch nicht bloß Kulisse, sondern eine lebendige Gemeinschaft.

 

Neu für Gruppen: Führungen und Erlebnisse

Herzstück des Gruppenangebots sind vier Führungen: Sie widmen sich der barocken Krippenlandschaft und dem Sonnengesangsweg, der symbolischen Bedeutung des Labyrinths, der Hostienherstellung sowie den Gartenbereichen „Schwester Wasser“ und „Mutter Erde“. Die Führungen dauern jeweils etwa 30 bis 45 Minuten.

Für Gruppen bietet das Kloster auch ein Tagespaket an, das unter anderem Frühstück, Führungen, die eigenständige Besichtigung der Anlage sowie Kaffee und Kuchen umfasst. Die einzelnen Programmpunkte können alternativ individuell kombiniert werden.

Für das leibliche Wohl wird auf unterschiedliche Weise gesorgt. Dazu zählen ein Frühstücksbuffet mit regionalen Produkten, ein oberschwäbisches Mittagessen sowie Kaffee und hausgemachter Kuchen. Die gastronomischen Angebote können auch für Zwischenstopps gebucht werden. 

Wer das Klosterleben noch intensiver erleben möchte, bleibt über Nacht. Für Busgruppen stehen zwei Häuser zur Verfügung: Das Haus San Damiano bietet mit zwölf Doppelzimmern im umbrisch inspirierten Ambiente Klosterleben in Hotelstandard. Das Haus Faustin Mennel, ein saniertes historisches Schulhaus, verfügt über 18 Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer. Halb- und Vollpension sind möglich. Insgesamt stehen in Kloster Bonlanden 130 Betten in 58 Zimmern sowie ein Tagungszentrum mit zehn Räumen und einem 200 Quadratmeter großen Festsaal zur Verfügung.

Für Busunternehmen bietet das Kloster nach eigenen Angaben einen Rabatt von zehn Prozent auf die regulären Preise. Busfahrer und Reiseleitung können in Begleitung einer angemeldeten Gruppe kostenlos am gebuchten Programm teilnehmen. Kostenfreie Parkmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Das Klostercafé, der Klosterladen sowie Teile der Klosteranlage sind barrierefrei zugänglich. Die Unterkünfte sind dagegen nicht barrierefrei.