Medienberichten zufolge bezeichnete die Geschäftsführerin Claudia Huitz die Situation als eine „absolute Katastrophe“. Die Insolvenz bedeute das Ende einer Ära für das europaweit bekannte Freilichttheater. Huitz hatte die Festspiele im Jahr 2014 gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann ins Leben gerufen. Sie erlangten über die Jahre Bedeutung als feste Größe neben den großen Karl-May-Traditions-Bühnen in Bad Segeberg und Elspe. Die Saison 2026 war mit dem Stück „Der Schatz im Silbersee“ und rund 22.000 Besuchern sehr erfolgreich verlaufen.
Als Hauptursache für den plötzlichen finanziellen Zusammenbruch werden die schweren Unwetter im zurückliegenden Sommer genannt. Aus Sicherheitsgründen waren fünf Vorstellungen abgesagt worden, den Angaben zufolge sei das Verletzungsrisiko für die eingesetzten Pferde und Darsteller zu hoch gewesen. Final hervorgerufen wurde die Insolvenz anscheinend durch einen anhaltenden Streit mit der Versicherung. Obwohl diese für wetterbedingte Ausfälle aufkommen sollte, weigert sich die Versicherung bislang, zu zahlen. Der Konflikt wird juristisch über Anwälte und Gerichte ausgefochten.
Aktuelle Lage & Ausblick
Die Saison 2027 ist gestrichen, die geplante Inszenierung von „Old Shatterhand“ findet nicht statt. Ob die vereinbarten privaten Feiern und Feste für 2027 und 2028 gerettet werden können oder ebenfalls ins Wasser fallen, ist unklar. Details zur Rückabwicklung oder Entschädigung von bereits gebuchten Tickets können ebenfalls erst nach der offiziellen Bestellung eines Insolvenzverwalters geklärt werden. Die Betreiber hoffen auf eine Lösung in letzter Minute – und darauf, dass auf der Bühne in Burgrieden irgendwann wieder Theater gespielt werden kann.