Ein Schwerpunkt des Gesprächs bezog sich auf die Rolle und Bedeutung der über Reiseveranstalter organisierten Reise. Der DRV habe hier deutlich gemacht, dass Reiseveranstalter und Reisebüros einen unverzichtbaren Beitrag zu einem leistungsfähigen europäischen Tourismusmarkt leisteten und gleichzeitig zu hohen Qualitätsstandards und einem wirksamen Verbraucherschutz beitrügen.

„Reiseveranstalter und Reisebüros sind ein wesentlicher Stabilitätsfaktor für den europäischen Tourismus“, so DRV-Präsident Albin Loidl. „Sie schaffen Sicherheit und Verlässlichkeit für Millionen Reisende. Unser Ziel sind politische Rahmenbedingungen, die Verbraucherschutz und Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen stärken.“

Im Austausch mit dem EU-Kommissar habe der DRV betont, dass Verbraucherschutz und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit keine Gegensätze seien. Vielmehr müssten beide Aspekte gemeinsam Grundlage einer zukunftsfähigen europäischen Tourismuspolitik sein. Der Verband spreche sich dafür aus, die Expertise der organisierten Reisewirtschaft bei der Ausgestaltung der künftigen EU-Tourismusstrategie stärker einzubeziehen.

Darüber hinaus sei die gesellschaftliche Bedeutung des Reisens hervorgehoben worden. Der DRV habe darauf hingewiesen, dass der Tourismus einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Austausch leiste und den europäischen Zusammenhalt stärke. „Reisen schafft Vertrauen, Verständnis und Zusammenhalt“, so Loidl. Tourismus sei damit nicht nur ein bedeutender Wirtschaftszweig, sondern eines der wirksamsten Instrumente europäischer Integration. Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen sei das wichtiger denn je. Der DRV wolle deshalb den Dialog mit den europäischen Institutionen aktiv fortsetzen und sich für verlässliche, praxistaugliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Reisewirtschaft einsetzen.