Die Studie „Global Travel Confidence Index“ ist die erste globale Studie zur Reiseabsicht, die Allianz Partners in zehn Ländern auf drei Kontinenten realisiert hat. Die Ergebnisse basieren auf einer Ipsos-Umfrage, die im Zeitraum März bis April 2026 stattgefunden hat und an der 11.010 Menschen ab 18 Jahren teilgenommen hatten, darunter 1.001 Menschen in Deutschland.

Den Studienergebnissen zufolge plane ein Großteil der Bevölkerung weiterhin eine Sommerreise, allerdings richteten viele Verbraucher ihr Reiseverhalten bewusst an einem komplexeren Umfeld aus, indem sie Kosten stärker abwägten, neue Prioritäten setzten und Ziele sowie Budgets anpassten. Reisen blieben damit ein wichtiger Bestandteil von Erholung und Lebensqualität, es werde jedoch strategischer geplant als in den Vorjahren.

 

Fokus auf Auslandsziele

Die Mehrheit der Deutschen plane 2026 eine Reise mit klarem Fokus auf internationale Ziele. Insgesamt zieht es 41 Prozent der Befragten ins Ausland, 26 Prozent wollen im eigenen Land Urlaub machen, 31 Prozent möchten nicht verreisen. Im Schnitt planen die Reisewilligen unter den Befragten, 1.431 Euro pro Person und Reise auszugeben. Im internationalen Vergleich bewegen sich die Deutschen im Mittelfeld. Wie in anderen europäischen Märkten zeigt sich dabei eine wachsende Zurückhaltung bei den vorgesehenen Reiseausgaben. Vor dem Hintergrund steigender Preise passen viele Deutsche ihre Budgets an, verkürzen die Reisedauer oder die Entfernung zum Urlaubsort und reduzieren zugunsten des Reisens Ausgaben in anderen Lebensbereichen.

Neben wirtschaftlichen Faktoren spielen auch geopolitische Entwicklungen und operative Risiken eine zunehmend wichtige Rolle bei der Reiseplanung. Viele Reisende berücksichtigen verstärkt mögliche Störungen im Reiseablauf, wie etwa Verspätungen und Ausfälle, die persönliche Sicherheit am Reiseziel und allgemeine Unsicherheiten im globalen Umfeld. Vor diesem Hintergrund gewinne auch das Thema Absicherung weiter an Bedeutung, so die Studienmacher: Die Reiseversicherung entwickele sich zunehmend von einer optionalen Ergänzung zu einem festen Bestandteil der Reiseplanung und biete nicht nur finanziellen Schutz, sondern schaffe vor allem Sicherheit, Planbarkeit und Vertrauen in einem komplexeren und potenziell störanfälligeren Reiseumfeld.