„Mitglieder, Branche und Branchenverband stehen bereit für die Transformation, die sich auf vielen Feldern abzeichnet. Doch dafür braucht es geeignete Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Die Bundesregierung hat dieses [Anm.d.Red.: 2025] Jahr Signale des Aufbruchs gesetzt, doch Branche und Politik müssen mutiger werden. Jetzt kommt es darauf an, diesen Schwung ins Jahr 2026 mitzunehmen – dem ersten vollen Kalenderjahr, in dem die Regierungskoalition die Verkehrspolitik verantwortet. Unsere Mitglieder zeigen: Die Branche steht, bei allen Herausforderungen, geschlossen hinter dem Ziel, Mobilität in Deutschland und damit den Wirtschaftsstandort klimafreundlicher, verlässlicher und leistungsfähiger zu machen“, erklärte Wortmann in einer Pressemitteilung des Verbandes Mitte Dezember. „Kontinuität in der Mitgliedschaft ist alles andere als selbstverständlich, wenn gleichzeitig Kosten steigen, Personal fehlt und die politische Rahmensetzung im Umbruch ist“, betonte er. „Gerade jetzt braucht es einen starken Branchenverband, der die Interessen seiner Mitglieder bündelt, Prioritäten klar anspricht und mit einer Stimme gegenüber der Politik auftritt.“
Mit Blick auf den öffentlichen Personenverkehr begrüßt der VDV, dass das Deutschland-Ticket bis 2030 in seinem Bestand politisch abgesichert wurde, die Einigung von Bundestag und Bundesrat beende das „Gezerre“ um das Deutschland-Ticket zum Vorteil aller. Die Finanzierung sei allerdings nicht gesichert, so Wortmann. Der Finanzierungsanteil von Bund und Ländern mit über drei Milliarden Euro sei so hoch, dass die Finanzierungssicherheit nicht allein aus der Dynamisierung des Ticketpreises kommen könne – ohne eine Anpassung auch des Anteils von Bund und Ländern werde der Ticketpreis schnell und deutlich steigen. Das müsse 2026 frühzeitig diskutiert werden. Personal- und Energiekosten sowie allgemeine Kostensteigerungen müssten im Index für die Preisgestaltung des Deutschland Tickets aus Sicht der Branche realistisch abgebildet werden. „Und wir müssen, gemeinsam mit Bund und Ländern, die Marktpotenziale, etwa beim D-Ticket Job, durch offensive Bewerbung heben. Hier müssen sich neben der Branche auch Bund und Länder engagieren, denn allen drei Partnern kommen mehr Ticketverkäufe und mehr Kundinnen und Kunden gleichermaßen zugute“, so der Verband weiter. Gleichzeitig mahnt der VDV das Tempo beim ÖPNV-Modernisierungspakt an, der im Koalitionsvertrag angekündigt ist: „Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, darf der ÖPNV-Modernisierungspakt nicht länger auf der langen Bank liegen“, so Wortmann.