Der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Reinhard Meyer, wertete das als „starkes Signal für die Attraktivität des Reiselandes Deutschland“. Die Zahlen dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Betriebe unter enormem Druck stünden. „Steigende Kosten, Personalmangel und ein wachsender Investitionsstau belasten die Branche erheblich“, so Meyer. Wer die aktuellen Rekordzahlen als Selbstläufer verstehe, verkenne die Realität. „Damit der Tourismus auch künftig ein Wachstumsmotor bleibt, braucht es jetzt entschlossene politische Unterstützung – etwa durch mehr Investitionen in die touristische Infrastruktur, bessere Rahmenbedingungen für die Fachkräftegewinnung und eine stärkere Unterstützung der Kommunen, die vielerorts die touristischen Angebote und Einrichtungen finanzieren.“

Für den Übernachtungsschub sorgten vor allem Gäste aus dem Inland. Ihre Zahl stieg im Mai 2026 gegenüber Mai 2025 um 4,6 Prozent auf 41,7 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland nahm demgegenüber leicht ab: um 0,5 Prozent auf 7,5 Millionen.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2026 verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland insgesamt 175,1 Millionen Übernachtungen, heißt es von Seiten des Statistischen Bundesamtes. Damit habe die Übernachtungszahl um 1,3 Prozent höher gelegen als im Vorjahreszeitraum – und auch 0,4 Prozent über dem bisherigen Rekordwert von 174,4 Millionen Übernachtungen für diesen Zeitraum aus dem Jahr 2024. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2025 um 1,6 Prozent auf 146,3 Millionen. Bei den Gästen aus dem Ausland stieg die Übernachtungszahl um 0,3 Prozent auf 28,7 Millionen. Die Angaben beziehen sich auf Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienunterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten, Campingplätze und sonstige tourismusrelevante Unterkünfte mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten oder zehn Stellplätzen auf Campingplätzen.

Detaillierte Ergebnisse sollen voraussichtlich Ende Juli 2026 im Statistischen Bericht “Monatserhebung im Tourismus" zum Download auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes verfügbar sein.