Im Rahmen dieses Transformationsprozesses sei aus einer klassischen Marketingorganisation eine strategische Management- und Steuerungsinstanz für den Tourismus im zweitgrößten Flächenland Deutschlands geworden. Rechtlich und organisatorisch bleibe für Partner, Gesellschafter und Dienstleister dennoch alles unverändert. 

„Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Niedersachsen und ein Arbeitgeber, der in der Fläche wirkt“, sagt Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier. „Mit Tourismus Niedersachsen haben wir eine Landesgesellschaft, die dieser Verantwortung gerecht wird: strategisch aufgestellt, digital kompetent und nah an den Akteuren vor Ort.“ Die neue Firmierung mache sichtbar, was die TMN längst sei. Der alte Name bilde nicht mehr ab, was das Unternehmen heute als Impulsgeber, Digitalisierungspartner, Nachhaltigkeitsberater und Netzwerkkoordinator leiste. Mit dem Namen Tourismus Niedersachsen würde diese Bandbreite sichtbar gemacht.

Tourismus Niedersachsen übernehme landesweite Koordinierungs- und Steuerungsfunktionen, die einzelne Destinationen oder Betriebe nicht allein leisten könnten. Dazu zählten unter anderem der Aufbau und die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur zur Stärkung von Destinationen und Betrieben, die Verantwortung für den Betrieb und die strategische Weiterentwicklung des Niedersachsen Hub als zentrale Open Data-Infrastruktur, die Trend- und Marktforschung als fundierte Entscheidungsgrundlage für eine datenbasierte Tourismusstrategie und die strategische Steuerung von Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Niedersachsen. Außerdem gehörten die Initiierung und Begleitung von Maßnahmen zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen und integrierten touristischen Mobilität, die überregionale und internationale Vermarktung des Reiselands Niedersachsen und die strategische Positionierung Niedersachsens als wettbewerbsfähige Reisedestination durch die aktive Marktbearbeitung im B2B-Segment zu den erklärten Aufgaben.

 

Umfirmierung: „Antwort auf wachsende Komplexität“

Mit 46,9 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 zählt Niedersachsen zu den volumenstärksten Tourismusstandorten in Deutschland. Die Branche stehe dennoch vor strukturellen Veränderungen durch Klimawandel, steigende Qualitätsanforderungen, zunehmende Daten- und Plattformökonomie und rasante Fortschritte in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz, die den Abstimmungs- und Koordinierungsbedarf auf Landesebene erhöhten. „Tourismus ist heute deutlich komplexer und technologiegetriebener als noch vor zehn oder zwanzig Jahren“, so Geschäftsführerin Meike Zumbrock. „Unsere Aufgabe ist es, landesweite Standards zu setzen und Synergien zu schaffen, digitale Infrastruktur bereitzustellen und Innovationen so zu gestalten, dass sie in der Fläche wirken. Der neue Name macht deutlich, dass wir mehr sind als eine Marketingorganisation. Wir sind die zentrale Managementgesellschaft für den Tourismus in Niedersachsen.“