Im Detail nannten 47 Prozent der Befragten die Reisekosten als wichtigsten Faktor; dahinter folgten Sicherheit am Zielort (27 Prozent), gute Erreichbarkeit (25 Prozent) sowie Klima und frühere positive Erfahrungen (jeweils 23 Prozent). Beim Urlaubstyp dominierte die klassische Strandreise (50 Prozent), gefolgt von Erholungsaufenthalten (41 Prozent) und Städtereisen (40 Prozent).
Die Haupturlaubszeit blieb traditionsgemäß im Sommer verankert, insbesondere im Juli (30 Prozent) und August (36 Prozent). Ältere Reisende tendierten stärker zu späteren Jahreszeiten. Bei der Buchungszeit zeigte sich eine deutliche Spanne: Ein Drittel entschied sich erst ein bis drei Monate vor Abreise, ein Fünftel sogar weniger als einen Monat zuvor oder spontan.
Auch Ausschlusskriterien wurden erfragt: Hohe Kosten führten bei 48 Prozent der Befragten dazu, ein Reiseziel von vornherein auszuschließen. Fast ebenso viele nannten mangelnde Sicherheit (46 Prozent) oder Überfüllung und touristische Überlastung (30 Prozent) als Gründe, alternative Ziele zu wählen.
Trotz deutlicher Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Tourismussektor gaben 74 Prozent an, ihre Reiseentscheidungen heute wie vor der Pandemie zu treffen. Etwa 20 Prozent berichteten jedoch, dass sie seit der Pandemie stärker auf Sicherheits-, Gesundheits- und Hygieneaspekte achten oder seltener reisen.
Die wirtschaftliche Lage beeinflusst das Urlaubsverhalten spürbar: 27 Prozent fühlten sich durch gestiegene Preise stark belastet, wobei Frauen etwas stärker betroffen waren als Männer. Viele gaben an, im Urlaub bei Restaurant- oder Freizeitkosten zu sparen, günstigere Unterkünfte zu wählen oder die Reisen zu verkürzen. Bei einem Teil der Befragten führte dies sogar zu einem vollständigen Verzicht auf eine Urlaubsreise.
Die Studie vermittelt ein differenziertes Bild der gegenwärtigen Reiseentscheidungen der deutschen Bevölkerung: Während klassische Erholungsziele beliebt bleiben, gewinnen ökonomische und sicherheitsbezogene Überlegungen an Bedeutung – vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Unsicherheiten und steigender Lebenshaltungskosten.