Die anstehende Entlassung des bisherigen Bundesministers für Verkehr Patrick Schnieder war bereits vor einigen Tagen bekannt geworden – sein designierter Nachfolger sagte aber wohl nach einer ersten Zusage doch ab. Patrick Schnieder zog daraufhin selbst die Konsequenzen und bat um seine Entlassung: „Ich werden den Bundeskanzler bitten, dem Bundespräsidenten vorzuschlagen, mich aus dem Amt des Bundesministers für Verkehr zu entlassen. Mit diesem Schritt ziehe ich die Konsequenzen aus den Entwicklungen der vergangenen Tage und will zugleich den unwürdigen Zustand beenden, der die notwendige sachliche Arbeit unmöglich macht“, so Schnieder in einem offenen Brief, den er unter anderem auch auf LinkedIn postete. „Nicht nur, aber insbesondere im Bereich der Deutschen Bahn stehen kurzfristig wichtige und weitreichende Entscheidungen an, die keinen Aufschieb dulden“, so Schnieder weiter, weswegen eine schnelle und klare Nachfolgelösung „zwingend notwendig“ sei.
Die ist nun mit Steffen Bilger (CDU) gefunden – auf einer Pressekonferenz gab Bundeskanzler Friedrich Merz dessen Nominierung bekannt, die Ernennung sei für den kommenden Mittwoch geplant. Bilger trat 1996 in die CDU und die Junge Union ein und engagierte sich über mehrere Jahre hinweg in der Partei, bevor er 2009 als direkt gewählter Abgeordneter aus Ludwigsburg in den deutschen Bundestag einzog. Von 2018 war er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Verkehrsministerium tätig, 2021 wurde er dann zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt, 2025 wurde er dann Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.