Ihr operatives Geschäft eingestellt hat die Sono Motors GmbH zum 31. Juli 2026. Das Insolvenzverfahren wurde bereits eröffnet – zehn Jahre nach der Gründung des Unternehmens 2016. Seit 2024 hatte sich Sono Solar auf das B2B-Geschäft fokussiert, konnte sich „trotz intensiver und vielversprechender Investorengespräche im Rahmen einer Sanierungsphase“ aber „keine tragfähige Finanzierung sichern“, wie es aus dem Unternehmen heißt. Das Sanierungsverfahren sei notwendig gewesen, weil sich im März 2026 der Hauptinvestor Sono Group N.V. mit sofortiger Wirkung aus der Solarsparte zurückgezogen habe.

 

Die Geschäftsführer Denis Azhar und Jan Schiermeister wollen sich nun auf die Veräußerung des technologischen Kernportfolios konzentrieren. Zum Verkauf stehe das gesamte geistige Eigentum (IP), sämtliche Hardware-Komponenten und auch die technischen Dokumentationen. Damit können Interessenten die Solar-Integration des Fahrzeugmodells Sion erwerben, die Leistungselektronik – darunter auch einen Solarladeregler für Fahrzeuge – und die Solar Data Services.

 

„Dass wir die Finanzierung letztlich nicht sichern konnten, ist eine herbe Enttäuschung, nachdem wir die Gespräche mit Investoren bis zuletzt intensiv geführt haben“, so Denis Azhar. „Gleichzeitig kennen wir den Wert der Technologie, die unser Team aufgebaut hat.“ Azhar sieht das im Laufe der vergangenen zehn Jahre erworbene Know-how des Unternehmens in Sachen Solar-Mobilität als einzigartig an. Deshalb will er jetzt Käufer finden, die die Entwicklung der Solar Motors Produkte, die Azhar als „marktreif“ bezeichnet, weiterführt und „das technologische Potenzial von Sono Solar erkennt“.

 

„Das ist ein harter Einschnitt“, sagt Jan Schiermeister, der die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum Anlass genommen hat, der Sono Motors Community, den Kunden, Partnern und Mitarbeitern für die geleistete Pionierarbeit, ihr Vertrauen und ihre finanzielle Unterstützung zu danken. Er hoffe, dass die gemeinsame Arbeit durch eine Übernahme der Technologie eine Fortsetzung im Markt finde. Zusammen mit Azhar sei er weiterhin davon überzeugt, dass Solartechnologie künftig ein integrierter Bestandteil von Fahrzeugen sein werde.