Škoda blickt heuer auf 125 Jahre im Motorsport zurück, wobei die Unternehmensgeschichte mit Motorrädern der Vorgängermarke Laurin & Klement begann: Von der Slavia B aus dem Jahr 1901 über den Octavia TS, der 1961 einen Klassensieg bei der Rallye Monte Carlo errang, bis zum modernen Fabia RS Rally 2 Evo reicht der historische Bogen über mehr als ein Jahrhundert. Für ganz genau ein Jahrhundert steht eine Marke aus Bologna: Ducati. Der Name ist mit Klassikern wie der Scrambler von 1973 und ihrem aktuellen Pendant aus 2025 verbunden, erstreckt sich aber auch auf Sportmaschinen wie die 851 sP2, die eine Straßenzulassung erhielt und Ducati im Jahr 1990 erstmals die Superbike-Weltmeisterschaft einbrachte. Als modernes Superbike ist die 160 kW (218 PS) starke Panigale V4 aus dem Jahr 2026 in der Ausstellung zu sehen. 

Ein Jubiläum feiert auch Porsche aus Zuffenhausen – die Marke ist seit 75 Jahren im Rennsport vertreten. „Legenden – Leistung – Leidenschaft“ zeigt hier den Porsche LMP1 Spyder, der bei den legendären 24 Stunden von Le Mans 1998 an den Start ging. Dank ausgefeilter Aerodynamik erreichte das Fahrzeug bis zu 320 km/h. Der 911 GT3 R Hybrid von 2010 verdeutlicht, wie Porsche den Motorsport seit Jahrzehnten als Entwicklungslabor für neue Technologien nutzt: Sein Sechszylinder-Boxer im Heck erhält Verstärkung durch zwei Elektromotoren, die je ein Vorderrad antreiben und beim Bremsen Energie an einen Schwungradspeicher liefern. 

Ebenfalls in der Ausstellung vertreten ist Volkswagen. Vor 50 Jahren – im Jahr 1976 – kam der erste Golf GTI auf den Markt und wurde zu einem Mythos. Statt der ursprünglich geplanten 5.000 Stück liefen bis 1983 stolze 461.700 GTI der ersten Generation vom Band. Mit einem Golf I GTI aus dem letzten Baujahr und dem Golf III GTI Jubiläumsmodell von 1996 soll die Entwicklung des Kompaktsportlers deutlich werden.

Der Fünfte im Bunde ist eine Sport-Ikone der Marke Audi: Der Quattro veränderte der Anfang der 1980er Jahre mit seinem Allradantrieb den Rallyesport nachhaltig. In der Saison 1983, als der im Zeithaus ausgestellte Rallye Quattro an den Start ging, gewann Hannu Mikkola auf Audi den WM-Fahrertitel. Mit dem Audi 200 Quattro Trans mit Fünfzylinder-Turbomotor und Allradantrieb holten Hans-Joachim Stuck, Walter Röhrl und Hurley Haywood 1988 insgesamt acht Siege und den Markentitel in der amerikanischen Rennserie.

Die Ausstellung „Legenden – Leistung – Leidenschaft“ ist Teil einer markenübergreifenden Inszenierung im Zeithaus, mit der die Autostadt Meilensteine der Mobilität erlebbar machen will. Die Sonderschauen laufen bis Ende Oktober 2026.