„Also, was das betrifft, keine Einschränkung der Fahrtüchtigkeit", sagte der Leiter der Dachauer Polizeiinspektion, Thomas Weber. Inwieweit die Fahrer mit der für die Kurve auf einer Staatsstraße im Landkreis angemessenen Geschwindigkeit unterwegs gewesen seien, müsse ein Experten-Gutachten klären, sagte Landrat Löwl. Laut Polizei hat die Staatsanwaltschaft München II ein solches Gutachten in Auftrag gegeben, die Ermittlungen zur Ursache dauern an. Bis die Ergebnisse des Gutachtens vorlägen, werde es „sicher ein paar Wochen dauern", sagte Löwl.

Der Reisebus mit zwei zweiten Klassen der Grundschule Haimhausen war am Mittwochmittag in einer Kurve mit einem entgegenkommenden Linienbus kollidiert. Bei dem Zusammenstoß kam ein Zweitklässler ums Leben. 30 weitere Kinder, eine Lehrerin und die beiden Busfahrer seien verletzt worden, zum Teil schwer, teilte die Polizei mit. Ein Großaufgebot von Rettungskräften war zur Versorgung der Verletzten im Einsatz.

Zumindest zu den Schwerstverletzten meldete die Polizei am Donnerstagmorgen positive Neuigkeiten: Die Lehrerin und zwei Kinder seien nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Die Unfallstelle war geräumt, die beteiligten Busse werden von einem Gutachter untersucht. Dabei gehe es etwa darum zu klären, ob technische Probleme zu dem Unfall geführt haben könnten, erklärte ein Polizeisprecher. Zugleich sei ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, um den Unfallablauf nachzuvollziehen.

Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) sprach von einer unfassbaren Tragödie. „Unsere Herzen weinen", sagte die Ministerin. Sie sprach den Angehörigen des verstorbenen Schulkindes ihr Beileid aus. Den Verletzten wünschte sie gute Besserung und dankte auch den Einsatzkräften.

Neben den Ermittlungen steht nun auch die psychologische Betreuung der Betroffenen im Fokus. Für die Schulgemeinschaft und die Angehörigen wurden Unterstützungsangebote angekündigt.