Die Mitteilung beruht auf den Zahlen des statischen Landesamtes IT.NRW, die monatlich erhoben und von der Ruhr Tourismus GmbH inklusive der Zahlen vom Kreis Wesel und der Stadt Duisburg aufbereitet werden. Demnach registrierte man im Ruhrgebiet insgesamt im gesamten ersten Halbjahr 2026 rund 2,3 Millionen Ankünfte und 4,4 Millionen Übernachtungen. Das entspreche einem Zuwachs von 4,4 Prozent bei den Ankünften und 3,1 Prozent bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum, so die Ruhr Tourismus GmbH. Besonders erfreulich hätten sich Ankünfte und Übernachtungen aus dem Ausland entwickelt: So seien in den ersten sechs Monaten des Jahres 11,7 Prozent mehr Gäste aus dem Ausland gezählt worden, ihre Übernachtungszahl sei im selben Zeitraum um 11,1 Prozent angestiegen.

Besonders stark habe sich der Juni gezeigt, in dem 408.540 Gäste ins Ruhrgebiet gekommen seien und für 779.871 Übernachtungen gesorgt hätten. Das seien 2,7 Prozent bzw. 0,3 Prozent mehr als im Juni 2025. „Die Menschen suchen Sicherheit, Nähe und Authentizität – genau das bietet das Ruhrgebiet“, meint sagt Axel Biermann, Geschäftsführer der regionalen Tourismusorganisation Ruhr Tourismus GmbH angesichts der zahlreichen, geopolitischen Spannungen in der Welt. „Unsere Gastgeber profitieren davon, dass Urlaub im eigenen Land für viele das gute Gefühl von Verlässlichkeit bietet.“ Wenn Reiseziele an Attraktivität verlören oder weniger gut erreichbar seien, entschieden sich Gäste häufig für sichere Alternativen in der Nähe. Das Ruhrgebiet profitiere dabei insbesondere von seiner urbanen Vielfalt und guten Erreichbarkeit.

Bei der Ruhr Tourismus GmbH schätzt man die weiteren Aussichten als solide ein. Alle vorliegenden Studien deuteten darauf hin, dass 2026 trotz globaler Herausforderungen ein gutes Jahr für den Deutschlandtourismus werde. Wie nachhaltig dieser Trend sei, hänge dennoch maßgeblich davon ab, wie sich die geopolitische Lage weiterentwickele. „Das erste Halbjahr zeigt, wie stark äußere Einflüsse das Reiseverhalten prägen“, so Biermann. „Gleichzeitig beweist es, dass das Ruhrgebiet als Reiseziel zunehmend im Bewusstsein der Gäste verankert ist – ob bei Städtereisen, Kultururlauben oder Aktivangeboten.“ Ziel bleibe daher, das Vertrauen der Gäste weiter zu stärken und die Attraktivität der Region nachhaltig auszubauen.