Nach 15 Jahren gibt die Aktiv Arena am Kolben im Landkreis Garmisch-Partenkirchen den organisierten Ski- und Rodelbetrieb auf. Die Entscheidung hatte das Betreiberunternehmen bereits im Juli bekannt gegeben. Künftig soll das Gelände als frei zugänglicher Skiraum genutzt werden. Eine technische Beschneiung und die Präparierung der bisherigen Abfahrten entfallen.

Als Gründe nennt das Unternehmen die veränderten klimatischen Bedingungen sowie steigende Energie- und Personalkosten. Seit der Wintersaison 2019/20 habe der Winterbetrieb durchgehend Verluste verursacht. Allein in den vergangenen drei Wintern seien Defizite von insgesamt mehr als einer Million Euro entstanden.

Die Betreiber verweisen außerdem auf Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung für die Beschneiungsanlagen. Das benötigte Wasser wird aus der Ammer entnommen. Aufgrund niedriger Wasserstände sei die Entnahme jedoch zunehmend eingeschränkt.

 

Freizeitangebote bleiben bestehen

Der Kolbensattel soll auch künftig für Winterausflüge zugänglich bleiben. Nach Angaben der Betreiber werden die Kolbensesselbahn, die Kolbensattelhütte und der Alpine Coaster weiterhin im Winter betrieben. Bei ausreichender natürlicher Schneelage können Wintersportler das Gelände eigenverantwortlich nutzen. Ein regulärer, präparierter und kontrollierter Skibetrieb wird allerdings nicht mehr angeboten.

Die unabhängig betriebenen Wank-Schlepplifte in Oberammergau sollen bei geeigneten Wetter- und Schneeverhältnissen ebenfalls weiterlaufen.

Mit der Neuausrichtung konzentrieren sich die Betreiber stärker auf Freizeitangebote, die nicht auf künstliche Beschneiung angewiesen sind. Für Gruppenreiseveranstalter bleibt der Kolbensattel damit als Ausflugsziel grundsätzlich erhalten. Bei der Planung von Skireisen und organisierten Rodelausflügen müssen sie jedoch berücksichtigen, dass die bisherigen Angebote am Kolbensattel entfallen.