Die umfangreichen Sanierungsarbeiten seien abgeschlossen, teilte das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) mit. Die ersten aussichtsfreudigen Gäste haben die 160 Stufen des insgesamt 35 Meter hohen Turms bereits erklommen. Geschlossen gewesen war das 1905 erbaute Wahrzeichen an der Nordspitze Rügens seit Anfang September 2025. Grund dafür seien Schäden am Mauerwerk und an Bauteilen des Laternenhauses durch Wind und Wetter gewesen, hieß es. Die Kosten für die Wiederherstellung beliefen sich auf rund 700.000 Euro.

Der ungewöhnlich lang andauernde Frost im vergangenen Winter habe den Bauablauf verzögert, so das WSA. Ursprünglich war geplant, die Besucherplattform des Turms zum Saisonstart schon im April freizugeben. Da die Sanierung bis in die Brutzeit der Mehlschwalben andauerte und deren Nistplätze nicht erreichbar waren, habe man für die Tiere Ersatzquartiere eingerichtet.

Neben dem Leuchtturm befindet sich am Kap Arkona noch der kleinere sogenannte Schinkelturm, der 1828 in Betrieb genommen und 1905 außer Dienst gestellt wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft können Besucher zudem den Peilturm ausfindig machen, der 1927 für den militärischen Seefunk errichtet wurde.