Die PTV Group stellt ihm Rahmen ihres Messeauftritts auch ein Praxisbeispiel vor: das des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS). Nach Einschätzung der PTV Group verfügen Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen heute über eine Vielzahl wertvoller Daten. Unter wachsendem Kostendruck bilden diese Daten eine wichtige Grundlage für strategische und operative Entscheidungen, heißt es aus dem Unternehmen. Häufig lägen die Daten aber nur in voneinander getrennten Datensilos vor.
Diese Datensilos könne die PTV Group mithilfe moderner Technologien aufbrechen. Die Lösungen führten komplexe Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen zusammen, etwa von Fahrgastbefragungen, automatischen Fahrgastzählsysteme, Prognoseparametern und ähnliches und vernetzten sie. Verkehrsplaner erhielten damit einen vollständigen, konsistenten Blick auf Nachfrage, Angebot und Netzstrukturen und können Routen, Fahrpläne oder Linienführungen effizient analysieren und optimieren. Das reduziere den Planungsaufwand erheblich. Je nach Anwendungsfall ließen sich bis zu 50 Prozent Zeit und Ressourcen einsparen, heißt es vonseiten der PTV Group.
Praxisbeispiel VVS
Beim Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart sei eine solche Datenintegration bereits gelungen, so das Unternehmen. Wie sein Ansatz in der Praxis funktioniert, soll im Rahmen der Innotrans demonstriert werden. In einem gemeinsamen Projekt mit der PTV Group und der PTV Transport Consult habe der VVS eine robuste Datenbankstruktur entwickelt, die historische und aktuelle Erhebungsdaten zusammenführe, Fahrgastzahlen analysiere und zuverlässige Prognosen für Nachfrage und Erlöse ermögliche. Durch die Anbindung der Verkehrsplanungssoftware PTV Visum würden die unterschiedlichen Datenquellen konsistent aufbereitet und miteinander verknüpft. So entstehe ein zutreffendes Gesamtbild der Nachfrage, das als Grundlage für weiterführende Analysen und Planungsentscheidungen diene.
Die Innotrans öffnet ihre Tore vom 22. bis 25. September 2026 auf dem gesamten Messegelände der Messe Berlin.