Wer sich darüber wundert, vergisst, dass tatsächlich nur Güter transportiert werden – Menschen nicht. Menschen werden befördert. Insoweit ist der Name „IAA Transportation“ so ehrlich wie Programm: Beförderung findet da 2026 nicht (mehr) statt, auch wenn 2024 immerhin noch ein paar chinesische Aussteller nach Hannover fanden. Selbst diese mussten sich heuer aber nicht mehr angesprochen fühlen – die IAA als Messe auch für Busse ist Geschichte. Ob der Name der IAA Transportation (bis 2021 war die Messe unter dem Namen "IAA Nutzfahrzeuge" bekannt) das verursacht hat oder ob er einfach nur abbildet, was in der Branche künftig angesagt sein soll, darf dahinstehen.

Die Pressemitteilung jedenfalls lässt tief blicken. Die Logistikbranche sei „tragende Säule unserer Wirtschaft“, heißt es da, „Zulieferer weiterhin das Rückgrat der IAA Transportation“ und „Autonomes und automatisiertes Fahren als Schwerpunkt“ mit „mehr Test Drive Angeboten als je zuvor“. Außerdem unterstreiche die IAA Transportation 2026 „auch in diesem Jahr wieder ihre Bedeutung als internationale Leitveranstaltung für die Zukunft des Straßengüterverkehrs“. Rund ein Drittel aller Aussteller nehme in diesem Jahr erstmals teil und präsentiere insgesamt mehr als 150 Weltpremieren und Neuheiten.

Das Motto dabei ist „We Deliver“ – „wir liefern aus“ – und das können nun mal nur Sachen und keine Menschen sein, auch wenn „befördern“ im Englischen ebenfalls „transport“ ist und der Pressemitteilungs-Satz „Im Mittelpunkt stehen innovative Antriebe, digitale Technologien und Lösungen für eine emissionsfreie und leistungsfähige Nutzfahrzeugindustrie“ den Bus zumindest erahnen lassen könnte. Eingeladen fühlt er sich anscheinend nicht mehr. Ob die Messe künftig bewusst auf den Bus verzichtet oder Hersteller wieder gezielter anspricht, wird sich zeigen.