Nachdem die Investitionen schon 2024 ein Rekordniveau erreicht hatten, sind sie vergangenes Jahr abermals gestiegen - und zwar um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 938,5 Millionen Euro, wie die Hochbahn mitteilte. Dabei seien nahezu 80 Prozent der Investitionen in das U-Bahn-Netz geflossen. Der Rest war für den Busbetrieb vorgesehen.
Die Hochbahn arbeitet daran, ihre Busflotte zu elektrifizieren. Verbrennerbusse sollen mit Elektrobussen ersetzt und Busbahnhöfe umgebaut werden. Das Unternehmen hält aber offen, eine Verbrenner-Teilflotte für nicht näher beschriebene Katastrophen beizubehalten.
Rund 180 Millionen Euro hat das Unternehmen vergangenes Jahr für das Busangebot aufgewandt, wobei rund 112 Millionen Euro ausgegeben worden sind, um neue Busse zu bezahlen. Rund 430 Hochbahn-Busse fahren bereits mit Strom, was einer Quote von 39 Prozent entspricht.
In diesem Jahr soll der erste Busbetriebshof des Unternehmens einzig für Elektrobusse in Betrieb genommen werden. Rund 130 Elektro-Busse sollen künftig vom Standort Meiendorf im Hamburger Nordosten aus losfahren. Rund 15 Millionen Euro hat die Hochbahn 2025 in den Neubau investiert.
Alleine ist es dem Verkehrsunternehmen jedoch nach eigenen Angaben nicht möglich, die Investitionen zu stemmen. Der Jahresfehlbeitrag lag bei 316,2 Millionen Euro - und hat sich im Vergleich zu 2024 vergrößert. 2024 hatte der Fehlbeitrag bei 286,6 Millionen Euro gelegen. Grund für das Anwachsen sei, dass anders als im Vorjahr das Ergebnis des Fährlinienbetreibers Hadag in die Bilanz eingeflossen ist, der zur Hochbahn gehöre. Daher werde die Hochbahn von der Stadt Hamburg gestützt. Zudem ist das Unternehmen verschuldet. Ende 2024 lag die Verschuldung nach Senatsangaben bei mehr als 1,7 Milliarden Euro. Jüngere Zahlen liegen nicht vor.
Im vergangen Jahr verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben konstante Fahrgastzahlen in Höhe von 552 Millionen Gästen, gleichmäßig auf Schienen- und Busverkehr verteilt – laut Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) ein Rekord.