Die haben gar keine Klimaanlage, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Presseagentur (dpa). Gut beraten ist da der, der in Hamburgs ÖPNV auf Busse setzt, denn alle Busse von Hochbahn und VHH (Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein) - und auch die der Subunternehmen wie etwa Umbrella - sind standardmäßig mit Klimaanlagen ausgerüstet.

Am kühlsten ist es in den Dieselbussen. Die meisten werden standardmäßig auf 22 Grad klimatisiert. Elektrobusse und einige wenige Dieselfahrzeuge mit einer sogenannten Modulklimaanlage auf dem Dach werden nur soweit abgekühlt, dass die Innentemperatur drei Grad unter der Außentemperatur liegt. „Es hat sich gezeigt, dass schon wenige Grad Unterschied zur Außentemperatur reichen, damit es als angenehm kühl empfunden wird“, so die Hochbahn in ihrem Blog.

Die geringere Kühlung in den E-Bussen habe dabei nichts mit der Leistungsfähigkeit der Batterien zu tun, sagt Hochbahn-Sprecher Andreas Ernst. Die drei Grad unter Außentemperatur gelten als Kompromiss im Fahrgastkomfort und würden von den einen als zu kühl, von anderen wiederum als zu warm empfunden. Fällt die Klimaanlage in einem Bus aus, wird er direkt aus dem Verkehr gezogen und in die Werkstatt gebracht, versichert eine VHH-Sprecherin.

Eine Klimaanlage zu steuern sei kein Pappenstiel, ganz gleich, ob es um Bus oder Bahn gehe. Das ständige Öffnen und Schließen der Türen nebst dem Ein- und Aussteigen der Fahrgäste begründe eine technische Herausforderung bei der Klimatisierung. Jeder Mensch strahle eine durchschnittliche Wärmemenge von etwa 2,9 Kilowattstunden aus. Bei 100 Fahrgästen seien das 290 Kilowattstunden, genug, um eine 100 Quadratmeter große Wohnung zu heizen. Menschen, die gleichzeitig an einer Station einstiegen, heizten das jeweilige Fahrzeug auf, aussteigende Passagiere nähmen hingegen kühle Luft mit nach draußen.