Der Bruttoumsatz in Höhe von 14,5 Milliarden Euro geht mit 6,7 Milliarden Euro Wertschöpfung einher. Besonders stark profitierten die Destinationen selbst. So entstanden allein 45,6 Prozent des gesamten Umsatzes durch Ausgaben der Reisenden im Zielgebiet. Weitere 33,1 Prozent entfielen auf Pauschalpreise. Das Geld komme damit nicht nur bei den Busunternehmen an, sondern unter anderem bei Hotels und Pensionen, Restaurants und Cafés, im Einzelhandel sowie bei Freizeitparks, Museen, Theatern, Thermen, Schifffahrtsbetrieben und zahlreichen weiteren touristischen Leistungsträgern, so die Macher der Studie.

Ebenfalls zog der Bustourismus positive Effekte auf den Arbeitsmarkt nach sich. Für das Jahr 2024 weist die Studie ein Beschäftigungsäquivalent von rund 175.000 Personen aus. Von der touristischen Nutzung des Busses profitieren dabei auch Vorleistungsträger wie Handwerk, Handel und diverse Dienstleister.

Die Macher der Studie werteten diese nicht nur als Momentaufnahme und betonten, dass die Ergebnisse auf einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse zahlreicher unterschiedlicher Datenquellen beruhten. Man habe erstmals seit Jahren wieder eine belastbare Datengrundlage zur wirtschaftlichen Bedeutung des Bustourismus in Deutschland. Gleichzeitig zeigten die Ergebnisse, welches unausgeschöpfte Potenzial im Bustourismus noch stecke. Während 2019 noch rund 77,2 Millionen Fahrgäste im Gelegenhietsverkehr gezählt wurden, seien es 2024 nur noch rund 46,1 Millionen gewesen. Damit habe das Fahrgastaufkommen 2024 noch 40,2 Prozent unter dem Niveau von vor der Corona-Pandemie gelegen – und trotzdem habe der Bustourismus für einen Milliardenumsatz in Deutschland gesorgt.

 

In Auftrag gegeben worden war die Studie „Wirtschaftsfaktor Bustourismus in Deutschland“ vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo). Sie wird deshalb am morgigen Dienstag auf der bdo | Tourismus-Werkstatt in Berlin vorgestellt. Wer den Reisebus mitdenke und gute Bedingungen schaffe, stärke damit auch die eigene lokale Wirtschaft, resümierte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard die Studienergebnisse. Eine Zusammenfassung ist unter https://www.bdo.org/application/files/7617/9109/6895/dwif_Wirtschaftsfaktor_Bustourismus_in_Deutschland_2024.pdf zu finden.