Unter den insgesamt ca. 200 Teilnehmern der Veranstaltung waren etliche bustouristischen Schwergewichte vertreten, wie die Geschäftsführer von Schuy Reisen aus Limburg, Avanti Reisen aus Freiburg, Hirsch Reisen aus Karlsruhe, Marx-Reisen aus Fridolfing, Reisebüro Wissmüller aus Michelstadt im Odenwald, Becker-Strelitz Reisen aus Neustrelitz oder Merz-Reisen aus Gnadenberg, die sich allesamt das Thema der Tagung „Qualität in der Bustouristik“ ohnehin schon auf die Fahnen ihrer Reiseprogramme geschrieben haben. Sowohl das Thema wie auch der Austragungsort tief im deutschen Süden, traf offenbar auch das Interesse von Teilnehmern mit weiter Anreise, von denen einige aus dem hohen Norden, wie beispielsweise aus Hamburg, gekommen waren. Kein Weg zu weit zum „Tag der Bustouristik“ ist scheinbar ebenso für die Vertreter des Verbands der Studienreiseleiter e.V., die alljährlich speziell dieses Veranstaltungsformat nutzen, um sich im Rahmen der Diskussion mal so richtig Luft zu verschaffen, was ihren Blick auf die Bustouristik angeht. Unter dem Motto „Themen, Thesen, Zwischenrufe“ moderiert der Experte für Bussicherheit, Johannes Hübner, beim Tag der Bustouristik die Diskussion im zweiten Teil des Events. Kritische Fragen und Anmerkungen sind dabei explizit erwünscht. Alle Teilnehmer sind aufgerufen, sich mittels gelber und in dringenden Fällen, roter Karten zu Wort zu melden. Die Vertreter des Verbands der Studienreiseleiter jedoch nutzen seit Jahren diese Möglichkeit, um Statements in eigener Sache, teilweise völlig jenseits des Tagungsthemas zu platzieren und die Branche regelrecht voll zu meckern. Von Overtourism bis zu Lenk- und Ruhezeiten und zur besseren Bezahlung der Reiseleiter, wird ermahnt und gemaßregelt. Und das in Gruppenstärke, allem voran die Vorstandsmitglieder Peter Weinert und Christian von Zameck-Glyscinski, tobten sich dieses Mal nahezu aus. Der Qualität einer Diskussion zum Tagungsthema ist das nicht zuträglich und besonders emphatisch schon mal gar nicht. Doch gerade das, den einfühlsamen Umgang mit Menschen, sollte gute Reiseleiter auszeichnen. Natürlich haben gute Studienreiseleiter einen maßgeblichen Anteil am Gelingen einer schönen Reise mit guter Qualität. Was den Tag der Bustourisk angeht, empfehle ich allerdings, was die Attitüden der Reiseleiter angeht, einfach mal die rote Karte.


Ebusco nominiert Herrn Hou Fei als neuen COO


Für den niederländischen Omnibus-hersteller Ebusco nehmen die schlechten Nachrichten kein Ende. Lange schon kämpft der Hersteller mit einer angespannten finanziellen Situation. Die aktuellen schlechten Nachrichten über die Reklamationen der BVG, über mittlerweile 90 vor allem wegen Rissen im Rahmen nicht einsetzbaren E-Bussen des Herstellers (siehe Seite 14), werden nicht ohne Folgen bleiben. Dennoch hofft die BVG auf zügige Behebung der Schäden an den noch unter Garantie laufenden Fahrzeugen, um sie wieder einsetzten zu können. Denn aktuell muss die BVG sogar Busse anmieten, um den Ausfall zu ersetzen. Wie jedoch unter anderem Berliner Tageszeitungen berichteten, musste Ebusco im Dezember einen Überbrückungskredit von über fünf Millionen Euro aufnehmen, um die Auslieferung neuer Fahrzeuge überhaupt gewährleisten zu können. Der Kredit müsse zeitnah zurückgeführt werden, was vermutlich nicht ganz einfach sein dürfte. Die eigene Fertigung habe Ebusco ohnehin schon aufgegeben und ließe in einem sogenannten Auftragsfertigungsmodell produzieren. Vor einigen Tagen vermeldete Ebusco die Nominierung von Herrn Hou Fei als neuen Chief Operating Officer (COO). Dies sei ein wichtiger Schritt des Unternehmens, unter anderem zur internationalen Partnerschaftsausrichtung.
Ebusco wolle in eine neue operative Phase einsteigen, die ausschließlich auf dem OED-Modell basiere. Die Rolle des COO entwickele sich mit Fokus auf industrielle Leistung und enge Zusammenarbeit mit strategischen und internationalen Partnern von Ebusco weiter.