In fast allen Bundesländern werden sich Pendler am Montag wohl auf längere Wartezeiten und Ausfälle einstellen müssen. Insgesamt 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sind laut Verdi von der Streikankündigung betroffen.

Hintergrund sind Verhandlungen über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in diesem Frühjahr in allen Bundesländern. In den Verhandlungen fordert Verdi bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Anders als in anderen Bundesländern müssen Bus- und Stadtbahnkunden in Niedersachsen zunächst nicht mit Ausfällen rechnen. In Niedersachsen sind Warnstreiks noch bis Ende März ausgeschlossen, wie der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Niedersachsen mitteilte. Bis dahin gelte hier noch die Friedenspflicht, in der nicht gestreikt werden darf.