„Die Bauberatung des VDV-Fachausschusses Betriebshöfe und Werkstätten wird intensiv genutzt. Zwischen 2022 und 2024 wurden 20 Bauberatungen erfolgreich durchgeführt, derzeit laufen 15 weitere Beratungen“, erklärte Hemkentokrax. Die Stärke des Angebots liege in der frühen Einbindung in die Planung, Bauvorhaben werden im Fachausschuss Betriebshöfe und Werkstätten vorgestellt und anschließend von einem Beraterteam begleitet, das praktische Betreibererfahrung mit Arbeitsschutz-Expertise verbinde. Ziel sei es, Fehlplanungen zu erkennen, bevor sie gebaut werden, so der VDV. Dazu gehören auch Vor-Ort-Termine, bei denen bestehende Anlangen und künftige Bauflächen besichtigt werden. „Unsere Bauberatung ist ein Angebot aus der Branche für die Branche. Erfahrene Betreiber beraten auf Augenhöhe. So lassen sich Fehlentwicklungen früh erkennen, betriebliche Abläufe besser organisieren und spätere Zusatzkosten vermeiden“, erläutert Hemkentokrax.
Der Beratungsbedarf steige, weil Betriebshöfe und Werkstätten vor neuen Anforderungen stehen – vor allem die Umstellung auf batterieelektrische und wasserstoffbasierte Antriebe verändere bauliche, organisatorische und sicherheitsrelevante Rahmenbedingungen grundlegend, erklärt der Verband in seiner Pressemitteilung. Bei vielen Mitgliedsunternehmen sei die Infrastruktur in die Jahre gekommen und für die staatlich vorgegebene Antriebswende ungeeignet. Die hohen Investitionen in zukunftsfähige Infrastruktur würden in vielen Bundesländern unzureichend oder überhaupt nicht gefördert. Da aber genau diese Kosten sich nicht in die Fortschreibung der Verkehrsverträge, der Verbundtarife und des Deutschlandticket wiederfinden würden, führten sie zu einer noch höheren Unterfinanzierung des ÖPNV. „Dies ist ein weiteres Argument für die von der Branche geforderte Neuordnung der ÖPNV-Finanzierung in Deutschland“, betonte Hemkentokrax.