Zehntausende Blumenzwiebeln und Pflanzen sind in Vorbereitung der Landesgartenschau neu gesetzt worden, außerdem wurde der Fluss Jagst über die vergangenen Jahre hinweg aufwendig renaturiert – zumindest in Teilen. Bis zum 4. Oktober können die Besucher nun im Wachsen und Gedeihen jede Menge Kunst, Kultur und Veranstaltung erleben. Die Jagst zählt dabei zu den Highlights, denn der Fluss fließt nach der Renaturierung wieder in malerischen Kurven durch die Landschaft, nachdem er sein Dasein Jahrzehnte lang in einem begradigten Steinbett fristen musste.
Auf dem Gelände, das die Jagst durchfließt, wurden drei neue Parks angelegt: der Brückenpark, der Stadtpark und der Auenpark. Der Brückenpark mit seinem Skaterplatz dürfte für Kinder und Jugendliche zum Gartenschau-Magneten werden, Besucher in Schlemmer-Laune finden im Stadtpark die meisten Restaurants und viele Pavillons. Der Auenpark ist in erster Linie der Natur gewidmet und lockt mit Schaugärten und einem Aussichtsturm. Einen Kinderspielplatz und einen Biergarten gibt es obendrein.
Außerhalb des Gartenschau-Geländes finden die Besucher die Installation „Gaia“, die der britische Künstler Luke Jerram zur Schau beigesteuert hat: Im Kirchenschiff der evangelischen Stadtkirche schwebt vom 8. Mai bis 19. Juni eine überdimensionale Abbildung der Erde. Insgesamt gestalten weit über 2.000 Künstler, Musiker, Autoren und Referenten das Rahmenprogramm der Landesgartenschau Ellwangen mit. Darunter sind Thementage zu Klimawandel, Ernährungsfragen und Fitness ebenso wie Präsentationen rund um Ausbildungsmöglichkeiten in „grünen“ Berufen. Für Musikbegeisterte gibt es unter anderem einen Kinder- und Jugendchortag, Jazzfrühstücke und Konzerte mit dem Schwerpunkt Orgel, Flöte oder Gitarre. Sämtliche Veranstaltungen und Konzerte sind im Preis der jeweiligen Tickets inbegriffen.
Geöffnet ist das Gelände täglich von 9 bis 18 Uhr. Alle Ein- und Ausgänge sind barrierefrei. Busse können auf einem eigenen Parkplatz in der Nähe des Eingangs parken. Wer mit Radreisenden zur Schau fährt, kann seine Gruppen auf dem Kocher-Jagst-Radweg „anradeln“ lassen. Ein eigener Fahrradstellplatz steht rund 100 Meter vom Haupteingang entfernt zur Verfügung.