Das Aedenlife Hotel & Resort hat seine Gäste bereits darüber informiert, dass der Betrieb nicht fortgeführt werden kann. Während das Haus auf Rügen Interessenten direkt beim Besuch der Website darüber in Kenntnis setzt, dass derzeit keine Buchungen möglich sind, zeigt das Mövenpick Frankfurt erst nach der Eingabe eines Buchungswunsches an, dass im Zeitraum kein Zimmer verfügbar ist. Zwischenzeitlich gab es Gerüchte, dass auch das Centro National Frankfurt betroffen sei. Nach Medienangaben soll dieses Hotel ab April aber wieder gebucht werden können.

Die Revo Hospitality Group, vormals unter der Firmierung „HR Group“ am Markt, betreibt rund 250 Hotels in zwölf Ländern Europas. Von der Insolvenz betroffen sind nur die insgesamt 125 Häuser in Deutschland und Österreich. Ziel der Sanierung, die die Gruppe in Eigenregie realisieren will, sei eine Restrukturierung, in die internationale Investoren einbezogen werden sollen. Der Abschluss des Verfahrens ist für Sommer 2026 geplant. Trotz einzelner Schließungen werde angestrebt, den Großteil der verbleibenden Hotels weiter zu bewirtschaften.

Die Insolvenz beruht nach Unternehmensangaben auf allgemeinen Kostensteigerungen und einer zu aggressiven Expansionsstrategie. Seit dem Jahr 2020 sollen mehr als 50 neue Hotels zur Gruppe hinzugekauft worden sein. Dabei verursache die bisherige Unternehmensstruktur hohe Kosten durch Lizenzgebühren und diverse Standards. Die Revo Hospitality Group trete zumeist als „White-Label-Betreiber“ auf, d.h. das Unternehmen verpachte seine Hotels an Gesellschaften, die die Häuser dann unter anderen Markennamen betreiben, darunter Hilton, Accor oder auch Steigenberger. Den für Löhne, Energie, Mieten und Lebensmittel gestiegenen Ausgaben in den Hotels in Deutschland und Österreich stünden dazu noch gesunkene Übernachtungszahlen gegenüber. Diese hätten zusätzliche Einnahmenverluste verursacht.