Die Nominierungsphase wurde soeben eröffnet – Busfahrgäste haben nun bis 31. Mai Zeit, wertschätzende Geschichten, Danksagungen oder Bilder im Internet hochzuladen und ihre ganz persönlichen Helden am Steuer für den Titel „LieblingsbusfahrerIn“ zu nominieren. Initiiert wurde der Wettbewerb vom Fahrgastverband Pro Bahn, der DB Regio und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Ziel ist, die rund 100.000 Buspiloten in Deutschland in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken und ihnen zu mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verhelfen.

„Wir wollen die Leistung des Fahrpersonals sichtbarer machen: Busfahrerinnen und Busfahrer machen den Unterschied – gerade dann, wenn es im Alltag herausfordernd wird“, so Jörg Bruchertseifer, Bundesreferent Integrierte Mobilität beim Fahrgastverband Pro Bahn. Busfahrer stünden für Sicherheit, Verlässlichkeit und Service. „Mit dem Wettbewerb geben wir den Fahrgästen die Möglichkeit, um Danke zu sagen – und selbst attraktive Preise zu gewinnen. Diese Wertschätzung ist angesichts zehntausender unbesetzter Stellen wichtiger denn je.“ Der Fahrpersonalmangel ist bundesweit in aller Munde – jährlich gehen rund 6.000 Kollegen altersbedingt in den Ruhestand. Bis 2030 sollen im ÖPNV 21 Prozent mehr Beschäftigte benötigt werden, um das Angebot aufrechtzuerhalten und politische Zielsetzungen erfüllen zu können, heißt es. Bereits heute muss ca. die Hälfte der Busunternehmen ihr Angebot zeitweise personalbedingt einschränken, zeigen Umfragen der Wettbewerbsveranstalter.

„Wir brauchen nicht nur neue Kolleginnen und Kollegen, sondern auch die Anerkennung für diejenigen, die im Dienst sind“, betont VDV-Präsident Ingo Wortmann. Der Wettbewerb zeige, wie wichtig Respekt, gesellschaftliche Wertschätzung und Schutz vor Übergriffen für die Attraktivität des Berufs seien. Der VDV unterstütze ausdrücklich die Reformvorhaben des Bundes zur Modernisierung der Fahrschulausbildung und zur Vereinfachung der Berufskraftfahrerqualifikation. „Der Zugang zum Beruf muss schneller, digitaler und bezahlbarer werden“, so Wortmann. „Ausbildungskosten von bis zu 14.500 Euro sind derzeit ein erhebliches Einstiegshindernis und im EU-Vergleich nicht vermittelbar. Wir brauchen vereinfachte und digitalisierte Ausbildungswege, praxisnähere Verfahren sowie schnellere Anerkennungen. Jetzt geht es um konsequente Umsetzung – jede Verzögerung gefährdet das ÖPNV-Angebot im Land.“

 

Auftakt in München

Der bundesweite Startschuss für den Wettbewerb fiel heuer bei Flix in München, wo zugleich der Sonderpreis „Münchener LieblingsbusfahrerIn 2026“ ausgelobt wurde. Die Preisverleihung ist für den 15. Oktober in Berlin geplant. Im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 2.300 Fahrgäste an der Aktion beteiligt.

Wer gewinnt, entscheidet eine Jury, die aus allen Einsendungen die Top 30 nominiert. Aus diesen werden dann die Bundessieger ermittelt und mit Sach- und Geldpreisen geehrt. Auch in diesem Jahr sind zusätzlich regionale und unternehmensspezifische Auszeichnungen möglich.

Im Wettbewerb 2026 befinden sich vier Kategorien: Dabei werden „Alltagshelden“ präsentiert von MAN, „außergewöhnliche Leistungen“ von der Kravag, „Schulbus“ von der DEVK und „Fernbus“ von Daimler Buses. In der Kategorie „Schulbus“ dürfen von den jungen Fahrgästen auch Zeichnungen eingereicht werden, um Fahrer von Schulbussen als „LieblingsbusfahrerIn“ zu nominieren. Mit der neuen Kategorie „Fernbus“ wird erstmals der Fernbusverkehr mit seinen langen Distanzen, internationalem Publikum und besonderen Serviceanforderungen ins Blickfeld des Wettbewerbs gerückt.

Mehr Informationen und Teilnahme unter www.lieblingsbusfahrerIn.de. Verkehrsunternehmen können im Partnerbereich Vorlagen, Bilder und weitere Informationen herunterladen.