Unter den Gästen im Stage Palladium Theater Stuttgart befanden sich zahlreiche Prominente, darunter Evelyn Burdecki, Ross Anthony, Richy Müller, die Impulso Tenors sowie Anita Hofmann, Milka Loff-Fernandes und Daniel Schumacher. Sie lobten Darsteller ebenso wie Soundtrack, Kulisse und Konzept.
Die Neuinterpretation des Shakespeare-Klassikers holt die „berühmteste Liebesgeschichte der Welt“ ins Hier und Jetzt und erzählt sie als Jukebox-Musical aus der Perspektive von „Freiheit, Queerness, Female Empowerment und Selbstbestimmung“ mit Pop-Hits von Max Martin aus den 90er und 2000er Jahren. Die Handlung beginnt mit der Unzufriedenheit von William Shakespeares Ehefrau Anne Hathaway über das tragische Ende des Meisterwerkes ihres Gatten. Anne – acht Jahre älter als William und Bauerntochter aus Shottery – heiratete Shakespeare im November 1582, als er selbst erst 18 war und gebar ihm drei Kinder: Susanna, Hamnet und Judith. Im Musical schreibt sie das Ende von „Romeo & Julia“ um: Anstatt sich nach Romeos Tod das Leben zu nehmen, flieht Julia nach Paris, um ein neues Leben zu beginnen. Dort erlebt sie Abenteuer, verliebt sich neu und trifft sogar auf den wiederbelebten Romeo. Derweil streiten William und Anne im Hintergrund des Musicals über die weitere Entwicklung der Geschichte, die in der modernen Version mit einem Happy End aufwartet.
Von den Feuilletons wird das Musical vor allem für seine Choreografien, die Rahmenhandlung und die 24 Nummer-Eins-Hits gelobt, die den Soundtrack des Stückes bilden. Die Darsteller bringen unter anderem Songs von Britney Spears, Katy Perry und den Backstreet Boys zu Gehör und verbinden wie auf einer großen Party die Welt des 16. Jahrhunderts mit moderner Pop-Kultur. In Deutschland war das Musical zuerst im Hamburger Operettenhaus zu sehen.