Mit der schrittweisen Umstellung der Busflotte auf klimafreundliche Antriebe verfolgt das Bundesland seine Nachhaltigkeitsziele im öffentlichen Verkehr. Bereits heute ist laut MAN jeder dritte Linienbus in Vorarlberg elektrisch unterwegs. Insgesamt sind derzeit rund 100 Elektrobusse im Einsatz, mehr als die Hälfte davon bei der ÖBB Postbus. Bis zum Frühjahr soll die Zahl auf 141 Fahrzeuge steigen, langfristig sind bis 2030 rund 200 E-Busse geplant.
Der aktuelle Auftrag umfasst 27 zwölf Meter lange MAN Lion’s City 12 E sowie 36 Gelenkbusse des Typs Lion’s City 18 E. Die kürzere Variante ist für flexible Einsätze im Linienverkehr ausgelegt, während die 18-Meter-Fahrzeuge vor allem auf stark frequentierten Strecken eingesetzt werden sollen. Je nach Modell sind sechs beziehungsweise acht Batteriepakete verbaut, die Reichweiten von bis zu 350 Kilometern ermöglichen.
Die Busse sind als barrierefreie Niederflurfahrzeuge konzipiert und verfügen über moderne Ausstattungsmerkmale wie Klimaanlagen mit integrierter Wärmepumpe, die neueste Schwenk-Schiebetür-Technologie für raschen Fahrgastwechsel sowie verschiedene Assistenz- und Sicherheitssysteme. In den Zwölf-Meter-Bussen stehen 30 Sitz- und 61 Stehplätze zur Verfügung, die Gelenkbusse bieten 42 Sitz- und 113 Stehplätze.
Voraussetzung für den Betrieb ist eine ausgebaute Ladeinfrastruktur. In ganz Vorarlberg stehen insgesamt 144 Ladepunkte für Elektrobusse zur Verfügung. An den Postbus-Standorten Wolfurt, Bludenz und Feldkirch befinden sich 75 dieser Ladepunkte, die vom Energieunternehmen Illwerke vkw errichtet und betrieben werden. Die Postbus-Garage in Wolfurt wurde umfassend modernisiert und gilt nach Angaben der Beteiligten als derzeit größter Ladestandort für Elektrobusse in Österreich.
MAN Truck & Bus lieferte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr insgesamt 112 Elektrobusse nach Österreich.