Die B2B-Plattform ITB Berlin hatte am Abend des 04. März mit einer „eindrucksvollen Buchungslage“ eröffnet. Mehr als 5.500 Aussteller aus 170 Ländern stellten vom 5. bis 7. März Vertretern aus der Branche ihre Produkte oder ihre Dienstleistungen vor.

Die Tourismusfachmesse setzte 2024 einen klaren Fokus auf die Gestaltung der Zukunft und verteidigte damit einmal mehr ihre die Rolle als global führende Plattform für Business, Innovation und Networking. Trotz umfangreicher Streiks verzeichnete die ITB Berlin in diesem Jahr mit knapp 100.000 Teilnehmern einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr – ein Ergebnis, das die Erwartungen trotz der schwierigen Streikumstände übertraf. Bunt und international präsentierten sich die Aussteller, die innerhalb der drei Businesstage die 27 Messehallen des Berliner Messegeländes füllten.

 

Neue Deutschlandhalle hub 27

Eine erfreuliche Neuerung gab es auf der Messe in Bezug auf die Hallenbelegung. Die Eröffnung von fünf sanierten Hallen machte eine Reihe von Veränderungen möglich und sorgte damit in vielen Bereichen für eine Optimierung. Die deutschsprachigen Länder waren beispielsweise erstmalig in einer Halle untergebracht und belegten gemeinsam den hub 27. Neben Rückkehrern wie China, Liechtenstein und Emirates Airlines konnte sich die Messe auch über die Erweiterung vieler Ausstellerflächen freuen – darunter waren ebenso beliebte Urlaubsländer wie Italien, Griechenland und die Türkei wie auch eine Reihe von Ausstellern aus dem asiatischen, arabischen und afrikanischen Segment. Zudem legte erneut der Bereich Travel Tech zu. Ein weiterer Wachstumsbringer war in diesem Jahr das Mobility-Segment und auch die Kreuzfahrt knüpfte an sein Image als Dauerbrenner an.

 

Ein Blick auf den Messestand der DZT                                                         Foto: Bus Blickpunkt

 

In der gemeinsamen Deutschlandhalle hub 27 waren neben zahlreichen deutschen Bundesländern auch Österreich, Liechtenstein und die Schweiz vertreten. Unter dem Dach der DZT präsentierten zahlreiche Tourismusverbände der Bundesländer ihre Messestände: Neben verschiedenen Ausstellern aus Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland reihten sich Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen um das Karree aus Tischen und Stühlen.

Für den Berlin Stand „Visit Berlin“ drehte sich in diesem Jahr alles um zwei große Jahreshighlights – die UEFA EURO 2024 und das Mauerfalljubiläum. Der Mauerfall, der sich am 9. November zum 35. Mal jährt, werde in diesem Jahr zahlreiche Gäste in die Hauptstadt ziehen, so der Tenor. Zur Fußball-Europameisterschaft vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 werden in der Hauptstadt zudem knapp 2,5 Millionen Fans erwartet.

Auch die Bundesländer Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen waren jeweils mit einem eigenem Stand vertreten. Viel Raum für Gespräche bot auch der rund 480 Quadratmeter große Stand des Tourismus-Netzwerkes Hessen, der zahlreiche Mitaussteller des Bundeslandes beherbergte.

 

Bustreff am Stand von Bremen und Bremerhaven

Zum traditionellen Bustreff, dem Get together der Branche, hatte der Stand von Bremen und Bremerhaven am Dienstagabend eingeladen. Nach einer gemeinsamen Eröffnungsrede von Dr. Ralf Meyer, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven, Oliver Rau, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB), RDA-Präsident Benedikt Esser und VPR-Präsident Adriano Matera ließen geladene Gäste und Spontanbesucher den Messetag gemeinsam ausklingen. Der Bremer Ratskeller und das Fischkochstudio Bremerhaven sorgten dabei standesgemäß für das leibliche Wohl der Gäste. Die beiden Schwesterstädte stellten auf der Messe ein „Programm der Gegensätze“ vor – von künstlicher Intelligenz im Tourismus bis hin zu den klassischen Events wie den Maritimen Tagen 2024 oder der Sail Bremerhaven 2025.

 

Besucher auf dem Bustreff des Messestandes von Bremen und Bremerhaven     Foto: Bus Blickpunkt

 

Ein Thema, das viele ITB-Besucher neben aller Reiseeuphorie beschäftigte, waren die Streikankündigungen bei der Deutschen Bahn und des Boden- und Sicherheitspersonals an Flughäfen. Sie veranlassten viele Menschen, ihre Rückreise auf Mittwochabend umzubuchen. „Das ist kein gutes Bild, das aus Deutschland in die Welt getragen wird“, kommentierte Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). 

 

Ausblick auf 2025

Am zweiten Messetag besiegelten die Geschäftsführer der Messe Berlin und Vertreter aus Albanien ihre Partnerschaft für das kommende Jahr offiziell durch die Unterzeichnung des Vertrags. Die aufstrebende Destination ist Gastland der ITB Berlin 2025, die wieder als reine Fachbesuchermesse vom 04. bis 06. März 2025 auf dem Gelände der Messe Berlin stattfinden wird.