Er sei in Deutschland bislang „unnötig teuer und komplex“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmen (bdo), des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), des Deutscher Speditions- und Logistikverbands (DSLV) und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Andere europäische Staaten zeigten, dass Ausbildung und Qualifikation einfacher und kostengünstiger organisiert werden könnten. Deutschland müsse hier wettbewerbsfähiger werden. Dafür brauche man einen entschlossenen Abbau bürokratischer Hürden.

Die Verbände begrüßen insbesondere die geplante Digitalisierung des Theorieunterrichts, Erleichterungen bei der praktischen Fahrausbildung sowie eine Reduzierung des Prüfungsumfangs. Zugleich sprechen sie sich für weitergehende Schritte aus, die Reformanstrengungen müssten aus Sicht der Bus- und Logistikbranche noch ambitionierter sein. So solle die Führerscheinausbildung für Bus- und Lkw-Fahrer mit der gesetzlich vorgeschriebenen Berufskraftfahrerqualifikation in einem „2-in-1-Modell“ zusammengeführt werden. Dies würde aus Sicht der Branche Zeit und Kosten sparen.

Hintergrund ist der anhaltende Fahrermangel im Güter- und Personenverkehr. Hohe Einstiegshürden wirkten abschreckend auf potenzielle Bewerber, argumentieren die Verbände. Jede Maßnahme, die Verfahren verschlanke, digitalisiere und beschleunige, entlaste die Unternehmen unmittelbar.

Gleichzeitig warnen die Organisationen davor, die Reform durch „Kampagnen, Blockaden oder Partikularinteressen“ auszubremsen. Wer die Vorhaben politisch delegitimiere, verschärfe den Fahrermangel und nehme Leistungseinbußen in Logistik und öffentlichem Verkehr in Kauf. Dies gefährde Versorgungssicherheit, Mobilität und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.