Das geplante allgemeine Eintrittsgeld soll dennoch nur von Touristen erhoben werden. „Echte“ Gottesdienstbesucher, Menschen, die zum persönlichen Gebet kommen und Mitarbeiter des Zentral-Dombau-Vereins haben weiterhin kostenlosen Zugang. Eingeführt wird das Ticketmodell, weil die jährlichen Erhaltungskosten in Höhe von rund 14 Millionen Euro die bisherigen Einnahmen um mehr als 20.000 Euro übersteigen.
Wie das Ticketkonzept konkret umgesetzt werden soll, ist noch unklar. Auch die Höhe der künftigen Gebühren steht noch nicht fest. Besondere Attraktionen im Kölner Dom – die Domschatzkammer und der Aufstieg in den Turm – unterlagen auch bislang schon einer Ticketpflicht im Kölner Dom, wobei es zahlreiche Ermäßigungen gibt. Inwieweit solche auch für den neuen allgemeinen Eintritt angeboten werden können, muss ebenfalls erst noch berechnet und festgelegt werden.
Für 2026 erwartet der Kölner Dom Ausgaben in Höhe von 16 Millionen Euro. Sämtliche Rücklagen seien mittlerweile aufgebraucht, heißt es. Als erste Sparmaßnahme wurden bereits Arbeitsplätze abgebaut – von einst 100 sind nur noch 85 Mitarbeiter angestellt. Jedes Jahr besuchen rund 6 Millionen Menschen den Kölner Dom, den Kathedrale zählt zu den bekanntesten und am stärksten frequentierten Sehenswürdigkeiten in ganz Deutschland.

Foto Domtreppe: Pixaby/music4life