Das Förderprojekt läuft noch bis Ende 2026. In seinem Rahmen sollen die technologischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Verwirklichung eines elektrischen Reisebusses geschaffen werden. Ziel ist die Entwicklung und Absicherung eines marktfähigen Fahrzeugkonzepts.

Neben Antrieb und Batterie stehen nach Angaben des Unternehmens auch Themen wie Energieverbrauch, Aerodynamik, Leichtbau, Wirtschaftlichkeit und die praktische Einsetzbarkeit im Reiseverkehr im Fokus. Die Ergebnisse des Projekts sollen Grundlage für die weitere Elektrifizierung des Reisebussegments bei Daimler Buses werden. Das Projekt wird durch Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Dotiert ist „ELCH“ im Rahmen des Förderaufrufs „Wettbewerb elektrifizierter Schwerlast- und Personenverkehr“ mit insgesamt 6,26 Millionen Euro (Förderkennzeichen: 01MV22010A-E). Umgesetzt wird das Förderprogramm durch den DLR-Projektträger umgesetzt.

Die gemeinsame Fahrt mit dem Prototypen in Ulm diente laut Daimler Buses der Erprobung und Validierung der technischen Konzepte unter praxisnahen Bedingungen. Darüber hinaus wollten die Projektpartner das Treffen nutzen, um den bisherigen Projektfortschritt zu diskutieren und die nächsten Schritte bis zum Abschluss des Projekts abzustimmen. Beteiligt sind neben Daimler Buses als Projekt-Koordinator das Karlsruher Institut für Technologie (KIT, Institut ITIV), die Universität Mannheim (MISES), die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) mit den Instituten iMAD und SAM sowie die Flix SE. Das KIT bringe seine Kompetenz bei der Analyse und Verarbeitung von Fahrzeugdaten ein und arbeite an der Optimierung der Betriebsstrategie des elektrischen Reisebusses. Die Forscher der RPTU untersuchen Potenziale in den Bereichen Leichtbau und Aerodynamik, um Energieverbrauch und Reichweite weiter zu verbessern. MISES bewertet die Wirtschaftlichkeit batterieelektrischer Reisebuskonzepte für unterschiedliche Einsatzprofile und analysiert deren Wettbewerbsfähigkeit. Flix steuert reale Betriebs- und Einsatzdaten aus dem Fernbusverkehr bei und unterstützt die Entwicklung praxisgerechter Anwendungs- und Fahrzyklen.